Final Fantasy 14 – A Realm Reborn

Final-Fantasy-XIV-A-Realm-Rebornsplash[1]Nachdem Final Fantasy 14 sich in der ersten Auflage quasi neu erfinden wollte und damit kläglich scheiterte, soll es nun eine Generalüberholung richten, die diesmal mehr auf den typischen Einheitsbrei gerichtet ist. Das muss aber ja nicht schlecht sein, sofern die Entwickler verstehen wie man solche Spiele gut designt. Wir haben von Square Enix einen Code für die Playstation 3 Version bekommen und haben uns durch das neue Eorzea geschlagen.

Leveln bis zum Umfallen
Final Fantasy 14 mit uns von Anfang an einer Geschichte erzählen und tut das in sehr hübschen Spielgrafik-Zwischensequenzen die sogar teilweise mit englischer Sprachausgabe unterlegt sind. Größtenteils müssen wir aber lesen, ein Fakt der mir persönlich nicht so gut gefällt, da man ähnlich wie in Final Fantasy zwingend durch die vielen kurzen Dialog-Fenster klicken muss. Hat man das dann aber überstanden wird man schon in eine recht große erste Welt los gelassen und beginnt mit den ersten Quests.

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Aller Anfang ist schwer
Lustigerweise war mein größtes Problem am Anfang die Steuerung. Die wird zwar erklärt, dadurch dass ich aber nicht gerne so viele aufpoppende Dialoge lese habe ich dann leider zwischen den vielen unwichtigen Informationen und auch einige Wichtige Informationen übersprungen und musste dann erst mal hausfinden wie ich das alles Steuere. Dadurch dass man an der Konsole keine Tastatur hat muss man mit wenigen Tasten eine möglichst große Bandbreite an Aktionen unterbringen. Da kommt es dann auch schon mal vor das man eine Schultertaste gedrückt halten muss und so kombinieren muss um Aktionen auszuführen.

Nun kann es los gehen
Recht schnell geht dann aber Steuerung in Mark und Blut über und man kann sich durch die ersten Quests leveln. Auffallend dabei ist, dass man sich nicht wirklich viel Mühe gegeben hat es irgendwie anders wie die anderen zu machen. Wir schlagen uns durch eine Standard Quest nach der anderen durch. Kille dies, bringe das dahin, kille das und bring den Fund dahin oder finde dies dort um das zu machen. Platzhirsch World of Warcraft versucht hier wenigstens ein wenig Abwechslung zu bringen, indem man Reittiere, Fahrzeuge, Minispiele und so weiter einbaut.

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Ab 15 wird es gut
Um so glücklicher ist man dann, sobald man seinen ersten Dungeon betreten kann, denn ab hier spielt Final Fantasy sein wahre Stärke aus. Vielleicht war ja jemand von euch auf der Gamescom, dort gab es quasi die ganze Zeit Liveraids auf Bosse von Final Fantasy, schon da sah es gut aus. Was dort hätte geschönt sein können spielt sich in der Praxis wunderbar. Hier kann man Final Fantasy attestieren auf einem Level mit Blizzards World of Warcraft zu sein. So gibt es hier nicht einfach irgendwie durchschlagen, sondern die Spieler müssen in guten Gruppenkombinationen aus Heilern, Tanks und Damagedealern in Zusammenarbeit durch die Instanz kommen und bei den Bossen Muster erkennen und durch Koordination und Aufstellung, sowie benutzen bestimmter Fähigkeiten versuchen diesen Boss nieder zu strecken.

Abpropo Klassen
Bei all der ganz Erklärung bin ich noch garnicht auf die Klassen eingegangen. Denn hier macht Final Fantasy gegenüber den anderen schon etwas anders, denn prinzipiell könnt ihr alle Klassen in einer sein und erarbeitet euch nach und nach weitere Klassen. Am Anfang wählt ihr zwar Genretypisch eine klasse aus, könnt aber später die Ausrüstung Leveln und levelt dann ausrüstungsspezifisch die Werte hoch, die man dafür brauch. Das coole – erreicht ihr mit bestimmte Kombinationen ein bestimmtes Level erspielt ihr euch so weitere Klassen die ihr auswählen könnt.

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Ausrüstung und Chocobos
Mit der Zeit werdet ihr also so Instanz für Instanz machen und diese nach coolen Ausrüstungsgegenständen Abfarmen. Irgendwann bekommt ihr dann auch noch ein Chocobo und trefft altbekannte aus der Final Fantasy Reihe. Chocobos könnt ihr sogar ab Level 30 trainieren, so dass sie euch im Kampf zur Seite stehen. Ihr könnt sie als Heiler, als Damage Dealer oder als Tank ausbilden, so dass sie euch aktiv unterstützen.

Zwang zur Gruppe
Final Fantasy 14 lässt euch kaum eine Wahl. In diesem Spiel müsst ihr an bestimmte Stellen mit einer Gruppe spielen, ansonsten kommt ihr nicht wirklich weiter. Gut dass die Entwickler entsprechend viel Mühe dahin investiert haben, ein Tool zu programmieren das euch die lästige Gruppensuche abnimmt. Einmal in das Tool eingetragen wird für euch der passende Gruppenplatz gesucht und ihr könnt auch schon bald los legen. Einziger Wehmutstropfen ist, dass wie in vielen anderen MMO´s die Schadensmacher gegenüber Heilern und Tanks benachteiligt sind, da die beiden letzteren meist sofort eine Gruppe finden und Schadensmacher eher immer ein wenig warten müssen.

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Monatliche Kosten, Maximal Level
Bitter in zeiten von Free 2 Play dürften viele die monatlichen Kosten ins Auge fallen. Hier muss man sich nämlich tatsächlich Fragen lohnt sich dieser Preis? Es gibt viele Konkurrenten die viel zu bieten haben und Final Fantasy ist noch in einem sehr frühem Stadium in dem es weder Raid Instanzen, noch PVP noch viel Late-Game-Kontent gibt. Zwar verspricht Square Enix alle 3 Monate neuen Content und auch das PVP steht schon auf der Liste für den nächsten Patch, doch alle 3 Monate bei jetzt schon mangelhaften Late-Game-Content erscheint doch sehr lang. Vielleicht zu lang für zahlende Kunden.

PS4 oder PS3
Wir hatten das Spiel schon auf der PS3 gespielt, wo das Spiel inhaltlich nahezu identisch ist. Auf der PS4 wird euch eine höhere Auflösung geboten. Die Darstellung bleibt aber weiterhin trocken, bietet keine Sprachausgabe und zeigt das nötigste. Seinen Reitz zieht das Spiel eher aus dem Final Fantasy Universum, das viele ja schon seit Jahren begleitet. Neu ist auch, dass das Touchpad des DualShock 4 Controllers genutzt werden kann. Allerdings wirkt dies noch ein wenig Fremd. Ob sich das mit dem Monaten und Jahren durchsetzt, Menüs über das Touchpad zu benutzen wird sich zeigen. Interessanter ist da schon dass man das Spiel optional mit Maus und Tastatur spielen kann.

Fazit: Final Fantasy 14 ist ein gutes MMO. Allerdings ist viel Konkurrenz da und Final Fantasy 14: A Realm Reborn ist in vielen Belangen leider nicht mehr aktuell. Es ist also fraglich ob man auf Dauer viele Spieler halten können wird, die bereit sind monatliche Abo-Gebühren zu zahlen.

[+] Viele Quests
[+] Tolle Optik
[+] Tolles Klassensystem
[+] Viele Belohnungen
[+] Tolle Instanzen
[+] Sehr gut designte Bossbegegnungen
[-] Wenig Late-Game Content
[-] Zu viele Dialoge die man durchklicken muss

Wertung: 4.0 / 5.0


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