Sacred 3 im Test

Sacred-3-Logo[1]Mit Sacred kommt 2 Wochen vor Diablo 3 ein weiterer Hack’n’Slay Ableger, der leider nicht für Next-Gen erscheint, sondern lediglich für PC, PS3 und Xbox 360. Wir haben derzeit die PS3 Version vorliegen und sind nicht wirklich erfreut über das Spiel. Ein ruppiger Einstieg ist da noch das angenehmste. Technische Mängel strafen das Spiel allerdings deutlich ab!

Sacred lernt nicht dazu
Nachdem Diablo im letzten Jahrhundert so erfolgreich wurde, wollten viele andere Firmen etwas vom Action-Hack-N-Slay aus der Vogelperspektive abhaben. Doch leider schaffte es keiner der Vertreter auch nur ansatzweise an die Brilianz von Diablo. Meist scheiterte es an dem Story Telling. Oft aber auch am Kampfsystem. Vieles wirkte willkürliche, nicht so durchdacht wie bei der starken Konkurrenz aus dem Hause Blizzard. Und genau dieses Schicksal trifft zu einem großen Teil auch auf Sacred 3 zu, auch wenn ein wenig Licht im Schatten erkennbar ist.

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Der ruppige Start
Wenn Sacred eins kann, dann uns schnell ins Spiel einlassen. Zum Start kann man in windes Eile einen Charakter erstellen. Viel Möglichkeiten gibt es hier nicht – ok bei Diablo ebenfalls nicht. Es startet eine Sequenz, die allerdings nicht in CGI Sequenzen erzählt wird, sondern in gezeichneten Standbildern. Doch schon dort zeichnet sich ab, dass die Entwickler kein Interesse daran zu haben scheinen, eine epische Geschichte zu erzählen. Nach einem Abbruch befindet man sich dann nach einer längeren Ladesequenz im Spiel. Doch sofort werden wir in den Kampf geworfen, haben Unmengen an Fähigkeiten. Müssen gegen Massen an Gegnern antreten und dürfen weder Charakterklasse, noch Fähigkeiten kennen lernen. Da machen es die aufploppenden Nachrichten, wie wir das alles nutzen sollen nicht besser…

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Wortwahl = Mist!
Doch spätestens nachdem uns unsere „Questanleiterin“ unsere Aufträge mit Worten wie Cool, genial, und anderen so richtig unepischen Worten erklärt, wird man dermaßen aus dem Spiel gerissen, dass man das ganze bestenfalls noch als Komödie abstempeln kann. Dabei sind in Sacred 3 Struckturen zu erkennen, die wunderbar funktionieren könnten. Alles was es bedarf wäre eine vernünftige Story, vernünftige Erzähler und etwas mehr Feingefühl bei der Ranführung an das Spiel!

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Flüssige Kämpfe
Vor allem das Kampfsystem hat durchaus seinen Charm. Macht man den Mist am Anfang einmal ernsthaft mit, liest sich die Anleitungen durch und weis, was die ganzen Fähigkeiten auslösen, kommt man schnell dahin, dass das Kampfsystem durchaus eine taktische Note hat. Doch was bringt das alles wenn die Präsentation, zumindest mich, null anspricht? Ich möchte epische Momente! Bekomme diese aber nicht da die Dialoge so dämlich sind, dass sich selbst mein Hund fremdschämt.

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Technische Schwächen
Ohnehin wäre es wohl Verschwendung gewesen mehr Zeit in das Spiel zu investieren. Denn es läuft auf Konsolen einfach nicht flüssig. Kaum ist mal etwas mehr auf dem Bildschirm los bricht die Framerate im Spiel sichtbar ein. Meiner Meinung nach ist das für ein Hack’n’Slay, bei dem man Kombos hintereinander reihen soll, blocken und ausweichen soll, tödlich! Verständlich ist dies nicht wirklich, denn Diablo 3 im letzten Jahr sah genauso gut aus und bekam das ganz ordentlich hin!

Fazit: Sacred 3 hat ein gutes Kampfsystem. Es hat Abwechslungsreiche, motivierende Klassen. Und ja – auch ein Mehrspieler ist wieder an Bord – wo das Spiel dann deutlich mehr Spaß macht. Doch das alles wird ständig topediert, da weder die Technik sauber umgesetzt ist, noch die Entwickler sich die Mühe gemacht haben, das ganze episch zu erzählen. So war es ganz nett es mal gezockt zu haben, doch das Spiel wird schnell in der Ecke verstauben. Schade!

Hinweis: Wir haben das Spiel auf der PS3 getestet. Ob die technischen Gegebenheiten auf der Xbox 360 und dem PC auch so sind, wissen wir nicht.

[+] Tolles Kampfsystem
[+] Abwechslungsreiche Klassen
[+] Viele verschiedene Gegner
[+] Viel zu sammeln
[-] Ständig FPS Einbrüche
[-] Schlechter erzählstil
[-] Dämliche Dialoge

Wertung: 3.0/5.0


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