Tales of Xillia 2 im Test

tales_of_xillia_logo[1]Mit Tales of Xillia 2 kommt neue, japanische Rollenspielkost auf uns zu. Allerdings nur für Besitzer einer PlayStation 3. Denn Namcao Bandai veröffentlicht das Spiel exklusiv für die Last-Gen Konsole von Sony. Wer seine PS3 nicht mehr besitzt, oder nie besessen hat schaut in die Röhre. Schade! Auf der anderen Seite erschien der Vorgänger ebenfalls nur für PS3. Über diesen war viel Gutes zu lesen, gespielt habe ich diesen jedoch nicht. Kann mich Teil 2 begeistern?

Ludger Krenik und seine Entscheidungen
In originalen Tales of Xillia konnte man die Geschichte aus 2 Perspektiven erleben. Einmal aus der Sicht von Milla Maxwell, eine Schutzptranin. Auf der anderen Seite aus der Sicht von Medizinstudent Jyda Mathis. In Teil zwei konzentriert sich die Geschichte auf einen Protagonisten namens Ludger Krenik. Dennoch hat man dafür gesorgt, das Spiel nicht ganz linear zu gestalten. Schon von Beginn an werden wir immer wieder vor die Wahl gestellt uns für eine Option zu entscheiden. Ein Beispie: Wir werden bedroht und zwei nahestehende Personen stehen in Gefahr. Beschützen wir Person 1 oder Person 2? Ein Fenster geht auf und fordert uns auf einen von zwei Vorgegeben Knöpfen zu drücken um ein Event auszulösen. Auf die Geschichte nimmt dies zwar nicht sonderlich viel Einfluss, zeigt aber kurzeitig andere Szenen, Dialoge oder Reiht Abläufe des Spiels anders aneinander.

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Das Kampfsystem
Natürlich muss man in einen japano Rollenspiel sehr früh auf das Kampfsystem eingehen. Ein Old-School-Rollenspiel steht und fällt mit dem Kampfsystem. Wie bei fast jedem Japano-Rollenspiel finden die Kämpfe in Arenen statt, die ausgelöst werden. Jedoch wird innerhalb der Arenen in Echtzeit gekämpft, was das Spiel sehr Aktionsreich gestaltet. Dabei gilt es jedoch einige Dinge zu beachten. Insgesamt können wir 4 Gruppenmitglieder mit uns führen, wovon jedes Gruppenmitglied spezielle Fähigkeiten hat. Das besondere –Diese Fähigkeiten können sich ergänzen. Deshalb macht man sich im Verlauf des Spiels sehr viele Gedanken um die Gruppenzusammensetzungen. Grundsätzlich spielen wir aber in der Haut des Protagonisten und sagen der KI lediglich, was die anderen Charaktere machen sollen. Zwar können wir auch die anderen Charaktere steuern. Dies macht jedoch meist nicht so viel Sinn, da der Protagonist die Hauptangriffe ausführt. Der Protagonist alias Ludger Krenik hat 3 mögliche Angriffswaffen, die auf Knopfdruck gewechselt werden können. Einmal Hieb, einemal Stich und einmal Schusswaffen, was die Kämpfe sehr dynamisch gestaltet. Jedoch müssen wir nicht nur die richtigen Angriffe wählen, sondern auch dafür sorgen dass Blocks, Ausweichmanöver, Teamkommandos und weiteres stimmen.

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Ko-op macht Sinn
Super ist, wenn man noch weitere Leute zu hand hat. Im optimalsten Falle gleich 3 weitere Personen. Denn tatsächlich können das Spiel 4 Spieler gleichzeitig spielen, so dass jeder Spieler in die Rolle eines Charakters im Kampf schlüpft. So werden die Angriffe wesentlich effektiver. Außerdem steigt der Spaßfaktor enorm an. Probiert haben wir es zu zweit und das machte schon eine riesen Gaudi!

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SpielSpaß
Neben dem ordentlich Kampfsystem bietet dieses Spiel aber auch sonst eine gute Umsetzung. Die Story lässt sich gut verfolgen, auch wenn mal wieder an einer deutschen Synchro gespart wurde… Es gibt einige Nebenaufgaben, wie das sammeln von Katzen, die für weitere Unterhaltung sorgen. Wie bereits erwähnt gibt es Entscheidungen, die ein zweites durchspielen für den ein oder anderen Spieler interessant machen. Und der Ko-op Modus ist tatsächlich sehr wunderbar gelöst. Jedoch gibt es auch Schattenseiten, denn viele Spielabläufe wiederholen sich immer wieder und werden stark recycelt.

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Technik
Allerdings verliert die Serie immer mehr den Anschluss. Denn tatsächlich sieht Tales of Xillia ziemlich altbacken aus. Da wären grobe Texturen. Sehr einfach animierte Bewegungen bei Charakteren und anderen Gegenständen. Eine geringe Polygon-Anzahl bei Objekten. Dazu werden Figuren und Objekte teilweise zu spät eingeblendet. All dies erinnert mehr an eine Kulisse aus der späten PS2-Ära und wird der PS3 im Endstadium nicht gerecht.

Fazit: Tales of Xillia 2 gehört sicherlich nicht zu den besten Japano-Rollenspielen der alten Generation. Dazu ist das Spiel technisch zu schwach und recycelt zu viele Inhalte. Die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, sowie die Möglichkeit im Ko-op zu spielen, verbunden mit dem flotten und dynamischen Kampfsysten motivieren aber definitiv dazu, dieses Spiel immer wieder auszupacken und zu spielen. Wer sich mal wieder mit einem überdurschnittlich gutem, allerdings nicht ausgezeichneten Japano-Abenteuer beschäftigen möchte, der macht bei Tales of Xillia 2 nichts falsch!

[+] Entscheidungen treffen die das Spiel leicht beeinflussen
[+] Viele Nebenaufgaben
[+] Dynamisches Kampfsystem
[+] Gruppenpflege ist motivierend
[-] Recycling
[-] Schwache technische Umsetzung

Wertung: 3.5 / 5.0


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