Dragon Ball Xenoverse im Test

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Wir haben bereits in einem Angezooockt! Video gezeigt, dass uns Dragon Ball Xenoverse sehr überrascht hat. Statt stumpfes gekloppe versucht man eine Welt zu schaffen, in der wir mit eigenen Charakteren und der Welt von Dragon Ball interagieren. Nun folgt der komplette Test. Sind wir immer noch Feuer und Flamme?

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Wähle deinen Weg
Zu Beginn von Dragon Ball Xenoverse müssen wir uns einen Charakter erstellen. Hier können wir nicht nur in die Haut eines Saiyajins schlüpfen. Sondern können auch in die zahlreichen anderen Rassen der Serie schlüpfen. Darunter Namekians, Erdlinge, Majins und Frizas rasse.

Die Handlung und die Aufgaben
Dragon Ball Xenoverse katapultiert den Spieler direkt zu Beginn in diverse Handlungsstränge von Dragon Ball Z. Die Zeit ist aus den Fugen geraten und muss von uns als „Zeitkrieger“ wieder ins Loot gebracht werden. An unserer Seite haben wir Trunks, der bereits aus der Serie als Zeitreisender bekannt ist. Doch der Weg zum großen Krieger ist lang und erfordert viele erfolgreich gemeisterte Aufgaben. Wie in einem Rollenspiel arbeiten wir nämlich in Dragon Ball Xenoverse Quest um Quest ab. Dabei unterscheidet das Spiel zwischen Nebenquest und Hauptaufgaben.

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Hauptaufgaben führen uns immer wieder in Handlungen der Serie. Unsere Aufgabe ist es den Ausgang so hinzubekommen, dass dieser seinen „bekannten“ Lauf nimmt. Denn wenn die Zeit aus den Fugen gerät, verändert sich die komplette Zukunft. Und damit können ganze Existenzen ausgelöscht werden.

Abgeschlossene Gebiete
Obwohl sich dieses Spiel für eine offene Welt eigenen würde, haben sich die Entwickler die Umsetzung sehr einfach gemacht. Schon die Hauptstadt, die wir ziemlich zu Beginn betreten und von der wir alle Aktivitäten aus Steuern, zeigt sich sehr limitiert. Dies bedeutet, dass wir in den einzelnen Arealen der Stadt immer wieder einen Ladebalken in Kauf nehmen müssen. Davon gibt es 3 offizielle, sowie einige Nebenschauplätze, die wir im Verlauf der Story immer wieder betreten.

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Ladebalken sind allgemein ständig im Bild. Egal ob wir nun in der Stadt umherschweifen oder uns in einer Quest befinden. Gehen wir eine Quest an finden wir uns letztlich auch wieder in einem abgesteckten gebiet. Meist gibt es eine Aufgabe in diesem Gebiet, die erledigt werden muss. Dies kann das einache Sammeln von Objekten sein. Kann aber auch zu Kämpfen führen. Haben wir unsere Aufgabe erledigt, also alle Objekte gesammelt und Gegner besiegt, dürfen wir durch ein Portal, in das nächste Areal schreiten. Dort warten meist die nächsten Gegner die ausgeschaltet werden müssen. Oft kommen diese auch in Wellen.

Das Kampfsystem
Positiv ist zu werten, dass die Entwickler sich sehr viel Gedanken bei der Umsetzung des Kampfsystems gemacht haben. Wie in der Serie kann der Spieler durch normale Nahkampfangriffe auf die gegnerischen Einheiten einschlagen oder aber eine seiner Fähigkeiten aktivieren. Für Fähigkeiten benötigt der Spieler allerdings eine Kraft, die er während normaler Angriffe Kanalisiert. Um das Ganze zu beschleunigen, kann sich der Spieler aber auch kanalisieren. Jedoch ist dies mit Vorsicht zu genießen, denn die Kämpfe werden immer kniffliger. Schon auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad ist ein durchschnittlicher Spieler durchaus darum bemüht, die Fähigkeiten mit einer gewissen Taktik einzusetzen.

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Kämpfe gegen berühmte Charakter
Immer wieder kommt es auch dazu, dass unsere Kämpfe uns in bekannte Szenen aus Dragon Ball Z und co werfen. Hier müssen wir nicht nur die Fähigkeiten klug Einsetzen und die Kämpfe in den richtigen Verlauf bringen. Wir müssen auch immer wieder Dialoge führen und können uns so richtig in die Welt von Dragon Ball fühlen.

Nicht so gut gefällt uns, dass wir zwangsläufig als Sieger aus den Kämpfen gehen müssen. Die Entwickler haben sich die Entwicklung des Spiels denkbar einfach gemacht. Scheitern wir, müssen wir den Kampf erneut angehen. Das machen wir solange bis wir als Sieger hervor gehen. Mit etwas Eingewöhnungszeit klappt das auch ganz gut und die Kämpfe werden immer einfacher. Das mag auch daran liegen, dass wir unseren Charakter mit immer neuen Fähigkeiten ausstatten. Diese werden stets mächtiger. Ein Fan wird sagen, dass dies der Serie sehr nah kommt. Denn auch dort geht es immer darum, dass man als Charakter zunächst unterlegen ist und mit der Zeit ein übermächtiger Krieger wird, bei dem der Gegner nichts mehr ausrichten kann. Ein reiner Computerspieler wird hingegen sagen, dass die Umsetzung Mangelhaft ist.

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Optik und Technik
Doch die Schwächeleien gehen weiter. Denn auch auf optischer Seite hat dieser Titel nicht sehr viel zu bieten. Erwähnen muss man hier, dass das Spiel so konzipiert wurde, dass es auch auf den Last-Gen Konsolen läuft. Es existieren also auch Xbox 360 und PlayStation 3 Versionen. Dennoch ist die Optik, die Animationen und das Artdesign ziemlich veraltet. Welten wirken Steril. Animationen zeigen sich hölzern. Charakter-Modelle haben wenig Polygone. Die Kritik an dem Titel reisst nicht ab, wenn man es versucht auf einen westlichen Standard zu bringen.

Auch die Musik ist gewöhnungsbedürftig. Dürfte aber vor allem Serienfans gefallen, da man immerhin sehr viele Instrumente aus Serien-Melodien wiederfindet. Der komplette Titel wurde auf Deutsch Übersetzt. Eine Sprachausgabe gibt es allerdings nicht.

Stärke Multiplayer/Co-op
Seine ware stärke beweist Dragon Ball Xenoverse allerdings dann, wenn man sich in Massenkämpfen mit anderen Helden zusammenschließt. Denn hier könnt ihr im Multiplayer oder im Co-op Missionen erleben und gegeneinander antreten. Der Multiplayer fühlt sich dann schon mehr nach einem Beat-Em-Up Spiel an und erfordert eine sehr gute Charakter-Controller. Grade hier fällt uns allerdings auf, dass es immer wieder massive Kameraprobleme gibt. Bei den hektischen Spielablauf kommen wir immer wieder durcheinander und müssen unsere wertvolle Zeit damit verschwenden eine Orientierung zu erhalten.

Im Co-op erledigen wir die üblichen Aufgaben einfach gemeinsam und gehen so besonders knifflige Aufgaben an. Allerdings ist auch dies nur eine Frage der Übung und der Charakter-Stärke. Denn auch hier zeigt sich schnell, dass ein wenig Praxis die Aufgaben einfach von der Hand gehen lässt. Dennoch sind die gemeinsamen Kämpfe gegen die Computer-Ki ein lustiger zeitvertreib!

Am Ende wiederholen sich Aufgaben allerdings zu oft. Es zeigt sich zu wenig Abwechslung. Genau deshalb hat es auch mich sehr schnell zu anderen Spielen verschlagen.

Fazit: Dragon Ball Xenoverse hat ein interessantes Konzept. Es verbindet Single-Player, Multiplayer und Co-op in einer spannenden Welt, die sehr nah an der Serie ist! Das Kampfsystem ist wuchtig und bringt durchaus eine taktische Note mit sich. Dennoch leidet das Spiel schnell unter Wiederholungen, einer schwachen Technik und wenig Langzeitmotivation. Grundsätzlich dürfte euch das Spiel einige Stunden Spaß bereiten. Jedoch ist der aktuelle Preis noch etwas zu hoch um eine endgültige Kaufempfehlung auszusprechen. Vermutlich sollten sich interessierte lieber einen der zahlreichen Sales im Auge behalten und dann zu einem günstigen Preis zugreifen.


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