Der Landwirtschafts-Simulator 15 im Test

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Ab aufs Land heisst es seit dem 19. Mai 2015! Der Landwirtschaft-Simulator ist nun auch für Konsolen erhältlich und erschien damit ein halbes Jahr nach der PC Version. Lohnt sich der Kauf auf der Konsole?

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Ein schwerer Start
Einfach hat man es im Landwirtschafts-Simulator jedenfalls nicht. Denn als Frischling auf dem Acker hat man viel zu lernen. Das Spiel forder uns dabei tatsächlich heraus, denn abgesehen von einigen Grundlagen-Tutorials, gibt es keine weiteren Anleitungen. Hier heißt es Friss oder stirb und lerne dabei! Zwar findet man an Wegecken auch kleine Beschreibungen, was etwas darstellen sollte und wofür man dies benutzen könnte. Doch so wirklich erschließt sich uns daraus nicht, wie wir Waren am besten anbauen, abbauen und Geldbringen verkaufen.

Glücklicherweise hält sich der Umfang der Funktionen vom Landwirtschafts-Simulator 15 aber in Grenzen. Wer tatsächlich Spaß am Grundprinzip findet kommt deshalb nach einiger Zeit auch irgendwie auf die richtige herangehensweise. Und hat man diesen zähen Einstieg hinter sich gebracht, ist der Landwirtschafts-Simulator ziemlich interessant. Vor allem da die Simulation in späteren abschnitten deutlich komplexer wird.

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Der Schwere Weg des Aufstiegs
Der Landwirtschafts-Simulator macht seinen Namen alle Ehre. Denn anfänglich müssen wir aus wenig, irgendwie mehr machen. Und grade dieser Part kann ziemlich eintönig sein, da wir immer wieder die selbe drei Äcker bearbeiten müssen und sonst wenig Abwechslung bekommen. Das Grundprinzip ist immer einen Acker zu bearbeiten. Anschließend die Saat auszusähen. Das Zeug wachsen zu lassen und dann natürlich zu ernten. Glücklicherweise müssen wir dies aber nur anfänglich selbst erledigen, denn sobald die Kasse klingelt haben wir irgendwann genug Mittel, dass wir Aufgaben an Helfer abgeben können. Fortan werden Felder alleine bestellt und geerntet. Cool!

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Die Hürde der Steuerung
Auch wenn wir schon viel Kritik geäußert haben, hört dies auch bei der Steuerung nicht auf. Denn während wir unsere Äcker bestellen fällt auf, dass die Steuerung auf der Konsole nicht so optimal umgesetzt wurde. Im schlimmsten Fall müssen wir 4 Tasten gleichzeitig drücken und verkrampfen uns irgendwie um den Controller um Schultertasten und Buttons zu betätigen. Das ist zu viel! Hier sollten die Entwickler unbedingt nochmal ran und die Steuerung etwas mehr automatisieren. Oder zumindest auf Triggerbasis arbeiten, ohne dass ich Schultertasten ständig halten muss.

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Präsentation
Auch die Präsentation hätte womöglich viel besser ausfallen können. Klar – wer einen Landwirtschafts-Simulator kauft, erwartet nicht unbedingt eine tiefgreifende Geschichte. Doch hätte ich mir gewünscht, dass mein Handeln auch irgendwie Einfluss auf mein Umfeld nimmt und ich Aufgaben nicht nur erledige, weil es mir Geld bringt um am Ende immer Reicher zu werden. Eine solche Handlung hätte auch Prima mit mehr Theorie verknüpft werden können. Andere Spiele lösen so etwas Beispielsweise durch einen interaktiven Einstieg, den Profis auch überspringen können. So hätte man auf die Bedingungen, das Land, den Protagonisten, die anteiligen Firmen und co eingehen können und mir Beispiele geben können, die mir zeigen, wie ich die Landwirtschaft optimal nutze.

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Mehr Aufgaben und Geldverdienen
Mit zunehmenden Fortschritt lässt man die anfänglichen Ärgernisse aber zunehmend hinter sich und Gerät in eine Form von Suchtsog. Denn mit der Zeit verbinden sich die einzelnen Elemente des Landwirtschafts-Simulators immer mehr. Hier ein Feld bestellen, da neues Land kaufen. Hier einen Helfer einstellen und dessen Arbeit planen. Da noch ein wenig Geld verdienen um diese Landwirtschafts-Maschine kaufen zu können. Nebenaufgaben abholen, Forstwirtschaft betreiben, Hühner und Vieh großziehen und deren Nutzprodukte aufsammeln. Ja, mit der Zeit habe ich mich nicht über fehlende Aufgaben zu beschweren.

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Technik
Technisch bin ich ebenfalls völlig zufrieden. Ich habe hier kein High-End Trible A Titel erwartet und bin entsprechend mit kleinen Erwartungen an das Spiel gegangen. Diese Erwartungen hat das Spiel sogar teilweise übertroffen. Das Spiel hat zwar keine hochauflösenden Texturen oder besonders detailreiche Fahrzeugemodelle, dafür haben die Entwickler sich aber sichtlich Mühe gegeben, die Feldarbeit optisch möglichst realistisch umzusetzen. Mit den zunehmenden Aufgaben und den optischen Feedback fühlt sich das ganze sehr gut an und bereitet zunehmend Spaß.

Keine Mods, dafür DLC´s
Auf dem PC gibt es für den Landwirtschafts-Simulator Mods. Dies ist auf Konsole nicht möglich. Dafür soll es regelmäßige DLC´s geben. Die wird man sich aber sicherlich bezahlen lassen.

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[nextpage title=Fazit(Avanar)]

Der Landwirtschafts-Simulator ist unter den deutschen Simulationen wohl die Marke. Kaum ein anderer Simulator schafft es diesen Detailgrad einzufangen und mir ein Prinzip zu erschaffen, dass sich am Ende auch wie ein überzeugendes Spiel anfühlt. Doch trotz dieser letztlichen Euphorie, war der Weg dahin ziemlich zäh.

Ich weiss noch wie ich am Anfang immer wieder die Lust verlor, da mir die Steuerung nicht gefiel, die Aufgaben ständig gleich waren. Auch die Tatsache, dass ich eigentlich nicht wusste, was ich zu erledigen habe kostete mich viel Überwindung. Immer wieder habe ich mich gefragt, wohin sich dieses Spiel entwickeln könnte, wenn das Budget ein wenig erhöht wird und die Präsentation ausgeweitet wird. Mit der Zeit könnten auch noch mehr Arbeit simuliert werden.

Dass Simulationen gut ankommen und Mut belohnt werden kann, zeigt aktuell auf dem PC Cities Skylines. Das wird dort wundervoll verkauft und ermöglicht dem Publisher grade einen ungeahnten Geldsegen. Auch der Landwirtschafts-Simulator hat meiner Meinung nach das Potential zur großen Expansion. Dafür müssen die Entwickler aber mal ein wenig mutiger werden!

Abschließend ist zu sagen, wer die Vorgänger gut fand, wird auch diesen Ableger lieben lernen. Der Preis ist aufgrund der Konsolenlizenzen aber ganz schön happig. Ob sich der erneute Kauf lohnt ist daher eher eine Frage, ob man eine solche Investition in ein Spiel stecken möchte, dass auf Next-Gen Konsolen kaum etwas anders macht als auf dem PC. Auf dem PC ist das Spiel deutlich günstiger.

Würdest ich das Spiel kaufen? Jaein

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