RiME im Test.

RiME ist vor einigen Tagen für PlayStation 4, Xbox One und PC erschienen und sieht optisch wirklich wunderschön aus. Allerdings gab es während der Entwicklugn einige Verzögerungen. Sogar Sony trennte sich von Tequila Works. Ein schlechtes Vorzeichen? Nein! RiME ist auf seine Art großartig. Wir erklären weshalb.

Ein Junge im Nirgendwo
In RiME schlüpfen wir in die Rolle eines acht jährigen kleinen Jungen der nach einem Schiffsbruch an einer Insel strandet. Weder er, noch wir wissen wo er sich dort befindet. Auch wissen wir zunächst nicht, was seine Aufgabe ist. Lediglich ein weißer Turm in der Ferne fängt seine Aufmerksamkeit ein. Wir beschließen daher der Spur zu folgen und diesen Turm zu erreichen.

Auf dem Weg dahin klettern wir, laufen wir, suchen nach Gegenständen und lassen uns von der wunderschönen künstlerischen Gestaltung von Tequila Works beeindrucken. RiME ist zwar technisch nicht Highend. Die Entwickler haben aber sehr viel liebe ins Detail gesteckt und erzeugen eine unheimlich atmosphärische Welt.

Gedanken verändern die Welt
Es dauert nicht lang und wir entdecken erste Rätsel. Vor uns tun sich nämlich einige Statuen auf. Sie werfen ein blaues Licht auf einen Fuchs. Ein Rätsel? Fakt ist – RiME basiert nahezu nur auf Rätseln und Mysterien. Nur kurze Zeit später befinden wir uns nämlich in einer radikal veränderten Welt. Mutmaßlich hat die Gestaltung der Welt mit dem Gefühlsleben des Jungen zu tun. Da kein Wort gesprochen wird müssen wir allerdings alles selbst entdecken uns unsere Schlüsse daraus ziehen. Da die Entwickler unheimlich viel Wert auf klare Gestiken und optische Wegweiser gelegt haben, funktioniert das jedoch sehr gut!

Kein Kampf und dennoch Action
Eine weitere Besonderheit ist, dass wir während des gesamten Abenteuers nicht einmal mit Waffen zu tun haben. RiME verzichtet gezielt auf den Einsatz von Waffen oder Verteidigungsmaßnahmen. Droht Gefahr hilft uns nur die Flucht, sowie das geschickte Suchen nach verstecken. Haben wir die sicheren Zonen erreicht naht sehr oft eines der vielen Rätsel. Die sind zwar alle nicht sonderlich schwierig gestaltet, sind aber wohl durchdacht und ziemlich klug dargestellt. Sehr oft müssen wir so mit optischen Täuschungen arbeiten. Oft auch mit Logikaufgaben bei der wir Licht und Schatten richtig ausrichten müssen.

Wundervolle Atmosphäre
RiME ist mehr oder weniger ein Trip auf dem man sich zu 100% einlassen muss und bei dem es wichtig ist, dass man sich auf die künstlerische Gestaltung konzentriert. Gefühle werden nämlich zum großen Teil durch den Orchestralen Soundtrack übermittelt. Teils aber auch durch die grafische Gestaltung. Hat man die Möglichkeit sich komplett auf RiME einzulassen, kann man eines der gefühlvollsten Abenteuer des Jahres erleben.

Fazit: RiME hat eine lange bewegende Geschichte hinter sich. Tequila Works scheint aber alles richtig gemacht zu haben, denn für ein kleines noch recht frisches Studio hat man hier ganz großes Kino abgeliefert.

Na klar – RiME ist nicht perfekt. So gibt es kaum wiederspielwert. Areale sind grade so groß, dass sie jeweils nur 1-2 Stunden beschäftigen (es gibt 4) und nach rund 7-10 Stunden, je nachdem wie viel Zeit man sich beim entdecken lässt) ist man auch schon durch.

Dafür ist das Erlebnis aber sehr intensiv und wirklich wundervoll gestaltet. Für einen kurzen, intensiven Trip sucht wird mit RiME ganz sicher glücklich!

Kaufempfehlung: Ja – RiME ist ein wundervolles Spiel!

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