The Surge im Test.

The Surge im Test.

Wir haben uns die letzten Tage durch The Surge gekloppt! Dahinter verbirgt sich ein Souls ähnliches Spiel, dass in einem SciFi Setting steckt. Doch passt das zusammen? Dieser Frage gehen wir in unserem Test nach.

Creo – was lief hier Schief?
Geht es rein nach Geschichte, ist The Surge leider nicht der große Sprung. Ganz im Gegenteil, denn bleibt die Geschichte ziemlich im Hintergrund. Alles was wir zu Beginn wissen ist, dass es da eine Firma namens Creo gibt. Die hält ziemlich viel von sich und ihrer Technologie, hat aber ordentlich etwas vermasselt. Wir befinden uns mit unserem Charakter nun quasi in der Vorhut und müssen uns mit dem ganzen Gesocks, das Creo zurückgelassen hat anlegen und dafür sorgen ordentlich aufzuräumen. Wofür, das wissen wir lange nicht so genau. Allerdings muss man zugeben, dass es ohnehin nicht ganz so wichtig ist. Die eigenstliche Stärke von The Surge ist das Gameplay! Vor allem wenn ihr tiefer in das Spiel vordringt und einige Spielstunden hinter euch habt.

Motivierende Systeme
The Surge macht nämlich all das gut, was Entwickler Deck 13 schon bei dem Erstlings-Projekt „Lords of the Fallen“ gut gemacht hat. Einiges sogar besser. Die Kämpfe fühlen sich noch griffiger an und haben einige ausgeklügelte Systeme, die das Spiel spannend und motivierend machen.

Beispielsweise wäre da das Extremitäten-System. So könnt ihr euch mit eurem Kampfstil auf spezielle Körperteile des Gegners ausrichten. Welche, dass wird optisch dargestellt und hat taktische und strategische Vor- und Nachteile. Konzentriert man sich auf leicht gepanzerte Körperteile, ist der Gegner schnell besiegt. Jedoch fällt unsere Beute im Anschluss entsprechend minimiert aus. Trauen wir uns hingegen etwas und greifen die schwer gepanzerten Körperteile an, werden wir am Ende des Kampf entsprechend belohnt.

Leveln was das Zeug hält
Und Belohnung sind nicht zu unterschätzen, denn über den gefunden Schrott leveln wir oder erhalten neue Waffen und werden so zunehmend immer stärker. Unseren Fortschritt können wir nämlich in Module stecken, die wiederum in einen Exosuit gesteckt werden, der uns auf unserer Reise durch The Surge als Hilfsmittel begleitet und für die nötige „Durchschlagskraft“ sorgt. Die Verbesserungen die wir uns erspielen können gehen von einfachen Dingen wie mehr Leben, bis in neue Fähigkeiten und sind daher sehr wichtig.

Waffenwahl der Qual
Aber auch die Waffenauswahl ist gut gelungen, denn man bietet für jeden Geschmack etwas. Es gibt große klobige Waffen, die zwar entsprechend Reinschlagen, dafür jedoch sehr langsam und unhandlich sind. Aber es gibt auch die kleinen, flinken Waffen die dafür aber entsprechend länger Geduld von uns fordern und nur minimalen Schaden anrichten.

Da auch die Gegner entsprechend ihrer Waffenwahl mal schneller, mal Langsamer sind können wir so mit den Waffen strategisch arbeiten. Und so erwischen wir uns immer wieder dabei, wie wir uns taktiken zusammenlegen um einen der zahlreichen Bossbegegnungen erfolgreich hinter uns zu bringen. Soulstypisch sind die das Highlight und eben besonders schwierig zu knacken. Geben gleichzeitig aber auch nach ihrem Ableben ein besonders beglückendes Gefühl.

Nur Singlespiele
Jup – in diesem Test gibt es viel Vergleich zu Souls. Das ist immer am einfachsten ein Spiel in ein bestimmtes Genre einzuordnen. Ein paar Nachteile gegenüber den ehrwürdigen Souls Ablegern von From Software hat Deck’s 13 The Surge dann aber doch. Es gibt keinen Ko-op und Multiplayer-Mode. The Surge ist komplett aus Singleplayer ausgerichtet. Für viele Spieler dürfte dies ein K.O. Kriterium bei der Schwierigkeitsstufe sein. Daher solltet ihr euch darüber im klaren sein dass ihr dieses Spiel alleine meistern müsst!

Technik
Technisch geäfllt uns The Surge richtig gut. Deck 13 beweist erneut, dass man ein Talent für griffige, weiche Animationen hat. Im Gegensatz zu Lords of the Fallen (Dem Vorgängerprojekt von Deck 13) läuft dabei The Surge noch etwas geschmeidiger. Lediglich über das Setting lässt sich streiten, denn es fühlt sich etwas befremdlich an solch eine Thematik in einem SciFi Setting zu spielen. Allerdings ist dies auch nur eine Geschmacksfrage und keine wirkliche Spielbewertung.

Fazit: The Surge ist rundum gelungen. Sehen wir mal von der verpatzten Geschichte ab, die man schlussendlich allerdings kaum vermisst, sowie einem fehlenden Ko-op Mode aus, der Souls Spiele so groß gemacht hat, ist The Surge rundum gelungen. Vor allem die zahlreiche eigenständigen Ideen wie die Module für den Exosuit, die uns kontinuierlich Verbesserungen geben, sowie die zahlreiche Waffen die wir unseren Gegner abnehmen und das Körperteil-basierte Kampfsystem geben dem Spiel das gewisse etwas. Wer sich dann nicht von dem untypischen SciFi Setting abschrecken lässt und einer Herausforderung nicht trotzt, der wird sicherlich mit The Surge großen Spaß haben! Wir haben hauptsächlich auf PS4 gespielt, konnten aber auch in die Xbox One Fassung blicken. Beide Versionen sind gut umgesetzt.

Kaufempfehlung: Spieler die eine Herausforderung suchen greifen zu!
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