Fortnite im Test.

Fortnite im Test.

Die Mannen von Epic Games haben Fortnite vor einigen Tagen veröffentlicht. Wir hatten die Chance sowohl Xbox one, als auch PS4 Fassung anzuschauen und haben neben einen ziemlich spaßigen Spiel auch einige Ärgernisse und Kuriositäten vorgefunden. Aber um das alles aufzuarbeiten lest lieber den kompletten Test.

Early Access oder Alibi für Umsatz?
Epic Games ist für zahlreiche großartige Spielreihen bekannt. Da ist die Unreal Reihe, die Gears of War Reihe und einige andere Games. Vor allem die Singleplayer-Modi, mit spaßigen Multiplayer-Modi versetzt haben hier den Reitz ausgemacht. Irgendwann hat Epic Games aber den Hauptumsatz auf die Entwicklung der Unreal Engine gesetzt und wollte mit Spielen kein größeres Risiko eingehen. Daher hieß es künftig – Free 2 Play Konzepte zu verfolgen. Das tat man mit Paragon und macht man nun mit Fortnite.

Fortnite setzt dieser Strategie allerdings aktuell eine Krone auf. Denn auf der einen Seite finden wir ein Ultra spaßiges Spiel vor, auf der anderen Seite versucht man mit einer „Early Access Phase“ rechtzufertigen, dass Spieler zum Spielen momentan mindestens 40€ Einstiegsgeld zahlen müssen. Kurioserweise ist dieser Startbetrag auf PlayStation 4 jedoch höher und dort müssen sogar 60€ gezahlt werden. Unterschiede gibt es zwischen beiden Versionen inhaltlich jedoch nicht. Auch technisch ist uns auf den ersten Blick kein radikaler Unterschied aufgefallen. Die PC Version liegt uns nicht vor. Jedoch wissen wir aus Recherche, dass die PC Version nicht über Steam, sondern über einen eigenen Epic Games Launcher zu spielen ist. Ihr müsst also weitere Portal-Programme installieren um auf dem PC Fortnite spielen zu können. Großes Vorwort!

Zum Spiel
Nun jedoch zum Spiel. Hier kann Fortnite nämlich nach einer längere Beta Phase schon ziemlich überzeugen. Das Herz von Fortnite ist ein unglaublich tiefgehendes Auflevelsystem, dass mehrere Skillsysteme ineinander verzahnt und uns als Spieler ständig nach neuen Zielen eifern lässt. Entsprechend solltet ihr Freund von Grinding-Systemen sein, denn in Fortnite werdet ihr lange immer wieder das selbe mache um am Ende ein bestimmen Perk freizuschalten, neue Waffen zu basteln, neue Helden zu entwerfen und vieles mehr. Denn ja – ihr könnt mehrere Helden haben, die ihr zu Beginn eins Levels auswählen könnt. Auf einer Karte wählt ihr euch einen Abschnitt aus und kommt dann in ein großes Areal dass eigentlich schon fast eine offene Welt für sich ist. Dort kann man dann alles mögliche zerstören, sammelt dadurch ressourcen, findet möglicherweise Kisten und wird mit besonderen Items und Erweiterungen – erhalten für alles EP – bestenfalls wird man mit neuen Bauplänen versorgt. Die benötigt man um Beispielsweise Waffen zu bauen, die sind nämlich nicht endloss haltbar. Ihr müsst stets die nötigen Ressourcen sammeln um diese neu craften zu können, dabei solltet ihr aber auch nicht aus den Augen verlieren die nötige Munition stets auf Lager zu haben. Viel zu sammeln!

Baue, Baue, Kuchen! Events
Aber nicht nur Waffen wollen gecraftet werden, sondern ihr könnt die ganze Welt mit neuen Mauern, Plattformen und Basen zupflastern. Könnt dieses Bauten und Stellungen mit Fallen beschützen um gegen teils große Zombiewellen gewappnet zu sein. Könnt diverse Events starten um nochmal zusätzlich Belohnt zu werden und solltet die Augen offen halten um das ein oder andere Geheimversteck zu finden und nochmals entsprechend belohnt zu werden.

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Fortnite verzahnt viele gut funktioniertende Systeme ineinander. Die ständige Ressourcen Suche, die sofort wieder in nützliche Dinge umgesetzt und verbaut werden können, die ständige Suche nach Charakterverbesserungen, das aufleveln vieler unterschiedlicher Systeme und co können euch vermutlich Monate beschäftigen.

Verschiedene Klassen und Perspektiven
Und all das könnt ihr dann noch aus verschiedenen Perspektiven erleben. Damit meine ich nun nicht die Kameraperspektive, obwohl auch die aus der Third-Person oder Wahlweise Ego-Perspektive genutzt werden kann. Vielmehr ist damit gemeint, dass ihr vier unterschiedliche Charakterklassen wählen könnt, die allesamt eigene Skills und Vor/Nachteile besitzen. Da es sich bei Fortnite um ein Multiplayer Spiel handelt, liegt es auf der Hand dass spezielle Gruppenzusammensetzungen in bestimmten Situationen von Vorteil sein können. Auf der anderen Seite solltet ihr aber niemals in Bedrängnis kommen, wenn ihr euren Charakter ordentlich auflevelt. Nur wer ein wenig Sprunghaft ist und viele Charaktere anfängt der könnte mit der Zeit am Schwierigkeitsgrad ein wenig zu knabbern haben.

Bezahlschranke
Ihr seht schon – das Spiel ist gut, sogar sehr gut. Doch Epic Games treibt fast schon perfide Spielchen mit Mikrotransaktionen. Offiziell wurde Fortnite nämlich als Free 2 Play Spiel angekündigt. Das allein ist schon nicht jedermans Sache. Allerdings geht man hier einen Schritt weiter und möchte während der Early Access Phase darum bitten, doch ein Gründerpaket zu kaufen. Das kostet mindestens 40€ – auf PS4 sogar 60€ und je nach Paket können die Investitionen noch stark nach oben gehen. Besonders bitter ist dabei, dass auf Konsolen das Spiel als Free 2 Play beworben wird, ladet ihr das Spiel herunter wird aber nach einem Key gefragt. Da hat man aber schon zahlreiche GB heruntergeladen, installiert und gewartet. Ganz schön ärgerlich!

Und dann ist Fortnite zwar nicht unbedingt ein Pay 2 Win Spiel, dafür aber ein Pay 2 Progress Spiel bei dem Spieler die Geld investieren eben deutlich schneller voran kommen. Das ist zwar etwas das man manch Spieler bei einem komplett kostenlosen Spiel akzeptieren mag. Bei einem 40€ oder sogar 60€ Spiel scheint das aber sehr happig. Zumal Fortnite ziemlich schnell in eine Grindaktion übergeht und eben nicht ausufernd viele Inhalte bietet wie es Beispielsweise ein GTA 5 – KOSTENLOS – tut.

Fazit: Fortnite ist unterm Strich wirklich ein gutes Spiel geworden, dass dank kluger Systeme lange beschäftigen kann, sofern man damit leben kann immer wieder ähnliche Aufgaben zu erledigen und über Grindig Fortschritte zu erzielen. Wem Grinding ein Dorn im Auge ist der wird an Fortnite ziemlich schnell den Spaß verlieren, auch wenn man durch die Gruppendynamik oft ein wenig darüber hinweggetäuscht wird.

Ziemlich dreist finden wir das aktuelle Geschäftsmodell. Spieler müssen aber wohl in den sauren Apfel beissen und das erst einmal so akzeptieren oder eben bis 2018 warten. Dann soll eine „echte“ Free 2 Play Variante erscheinen.

Kaufempfehlung: Ja! Wer ein langzeitig beschäftigendes Onlinespiel sucht sollte zugreifen.

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