LawBreakers im Test.

LawBreakers im Test.

Zum Launch von LawBreakers hatten wir bei Nexon um eine Kopie des Spiels gebeten um einen Test veröffentlichen zu können. Tatsächlich hat man sich erst 3 Wochen darauf zurück gemeldet, weshalb der Test nun mit deutlicher Verspätung erscheint. Getestet haben wir auf PlayStation 4.

Heldenshooter ohne Helden?
Jap – der Heldenshooter Markt ist aktuell so voll, dass die Anbieter ihre Spiele schon fast verschenken müssen um überhaupt noch Verkäufe zu generieren. Bestes Beispiel ist Battleborn, dass wohl wie noch kein anderes Vollpreisspiel innerhalb von Wochen an Wert verloren hat und jetzt schon für 5€ zu haben ist, obwohl ähnlich alte Spiele meist noch 20-30€ kosten. LawBreakers hat es da noch schwerer, denn schon zum Launch stand fest, dass LawBreaker zwar gute Ideen hat, aber leider alles anderes als fertig ist. Das fängt schon bei den Helden des Heldenshooters an. Mit den schon mäßigen Helden aus Battleborn können sie schon nicht mithalten, holt man dann die neue Genrereferenz Overwatch her, ist LawBreakers leider komplett gescheitert.

Dutzende Fehler
Um zurück zum Spiel zu kommen. LawBreakers gefällt uns vom Gunplay eigentlich ziemlich gut. In seinen starken zeiten erinnert es an Unreal Tournament und Quake. Es ist Blitzschnell, lässt uns spektakuläre Moves und Sprünge mache und die Fähigkeitenunterstützen dient noch zusätzlich als Trickkasten für flinke Bewegungen.

Gleichzeitig ist diese Stärke aber auch eine der offensichtlichsten schwächen. Denn da es vorgefertigte Helden gibt und diese sich in flinke/schnelle, sowie stark gepanzerte, dafür recht langsam bewegliche Helden unterscheiden, haben letztere trotz großer Panzerung kaum eine Chance es mit den viel zu mächtigen schnellen Charakteren aufzunehmen. Anders ausgedrückt, LawBreakers hat enorme Balance Probleme, weshalb man eigentlich nur sinnvoll mit zwei Helden von 18 Helden antreten kann.

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Modi ohne vernünftige Auswahl
Und auch bei den Modi haben die Entwickler eigentlich gute Arbeit geleistet und ein Mix aus bewährten und neuen Modi zum Launch geliefert. Allerdings auch hier nur halb umgesetzt. Denn was wir Spielen entscheidet das Match Making System. Möchten wir selbst einen Mod aussuchen, dann können wir nur eigene Spiele erstellen zu denen es kein Matchmaking gibt und uns dazu nötigt eigene Freunde einzuladen. Auf die Schnelle zig Spieler zu finden ist in LawBreaker quasi unmöglich.

Technisch gut umgesetzt
All das ist wirklich Schade, denn LawBreakers ist technisch wirklich gut umgesetzt. Es sieht gut aus, läuft flüssig über die PS4 und auch der Netcode scheint gute Arbeit zu leisten, wobei dies auch an der Spieleranzahl liegen kann.

Fazit: LawBreakers ist leider viel zu früh erschienen und hätte noch viel mehr Zeit benötigt. Bei der aktuellen Konkurrenz ist klar, dass dieses Spiel wenig Anhang finden kann. Möglicherweise könnte irgendwann ein Free 2 Play Konzept und dutzende Inhalts-Patches hier noch etwas retten. Fürs erste solltet ihr jedoch auf alternativen zurückgreifen.

Kaufempfehlung: Jaein – wartet lieber ab ob das Spiel langfristig unterstützt wird.


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