Project Cars 2 im Test.

Project Cars 2 im Test.

Namco Bandai hat uns die Gelegenheit gegeben Project Cars 2 testen zu können. Mir Project Cars 2 wird der Super Racing-Herbst auf Konsolen eröffnet und glücklicherweise auch für PC eröffnet. Wird Project Cars 2 sich mit der starken Konkurrenz messen können? Unser Test!

Racing für Simulationsliebhaber und Enthusiasten.
Eins vorweg – Wer wie in Need for Speed, the Crew oder Forza Horizon gerne Pisten auf Geschwindigkeit und Spaß fährt, der wird mit Project Cars 2 vermutlich wenig bis garkeinen Spaß haben. Project Cars hat ganz andere Ansätze und möchte die Begeisterung Autofahren möglichst realistisch am Controller – oder wenn man eines besitzt – am Gaming-Lenkrad darstellen. Und genau hier liegt auch der komplette Fokus von Project Cars 2, der sogar soweit führt, dass man Dinge wie Kampagne und co wirklich nur sehr minimalistisch darstellt und unserer Meinung nach damit viel Potential verschenkt.

Des deutschen liebstes Hobby – Das Autofahren
Allerdings ist es schwierig in einem solch umkämpften Sektor eine Eierlegende-Woll-Milch-Sau zu erschaffen. Man muss sich auf etwas spezialisieren, das besser als die Konkurrenz umsetzen und hoffen dass die Racing-Fans genau deshalb zum eigenen Spiel greifen. Hinzu kommt, dass Project Cars gegenüber der Starken Konkurrenz in Form von Forza Motorsport 7 (29 September) und Gran Turismo Sport (18 Oktober) nun ein paar Tage/Wochen Vorsprung hat.

Project Cars 2 würde ich dabei als das ambitionierteste Racingspiel in Sachen „Fahrgefühl“ bezeichnen. Denn Project Cars liefert euch wirklich dutzende Simulationseigenschaften, die ihr dazu noch in den Einstellungen ändern und optimieren könnt. Wenn ihr von einem Sportwagen wie einem McLaren auf einem Oldtimer wechselt, spürt ihr förmlich diesen technischen Fortschritt, den Autos in den letzten Jahrzehnten gemacht haben. Genau diesen Anspruch möchte Project Cars möglichst Detailgenau abbilden und tat dies schon im ersten Teil. Im zweiten Teil hat man es jedoch geschafft diese Abbildung noch realistischer, feiner und intensiver darzustellen. Sehr schön!

Minimalistische Darstellung und dennoch Abwechslung
Wer hofft ähnlich wie in F1 2017 auch seinen eigenen Rennstall während einer ausführlichen Kampagne Managen zu können ist hier aber ebenfalls im falschen Spiel. Anscheinend haben die Ressourcen dazu nicht gereicht hier noch ein Team abzustellen, dass große Tabellen aufstellt, die wir dann in Feinarbeit Managen müssen. Project Cars 2 zeigt sich minimaler, gibt uns allerdings dennoch genug Möglichkeiten an die Hand nach Lust und Laune zu spielen. Zum einen gibt es verschiedene Rennklassen was bei Cart-Racing anfängt und irgendwann bei großen Sportwagen endet. Zum anderen gibt es verschiedene Modi, wobei wir in einem sogar einen zugefrorenen See befahren dürfen und so ein wenig Off-Road-Feeling erhalten. Zwar sollte dies nun nicht euer Hauptkaufgrund sein, da dann beispielsweise DiRT 4 besser geeignet scheint, allerdings ist das eine nette Erweiterung.

Weiterer Umfang
Bei dem sonstigen Umfang zeigt man sich auch weitestgehend spendabel. Es gibt etwa 180 Autos wovon einige fiktiv, einige lizensiert sind. Gegenüber Forza Motorsport 7 natürlich kein Vergleich. Dort möchte man euch über 700 Autos in der Grundversion bieten. Die Nase vorne hat Project Cars hingegen bei den Strecken. So bietet man euch etwa 60 Locations und mindestens nochmal die doppelte Zahl an Streckenvariationen. Schon allein hier könnt ihr wirklich viele Racingerlebnisse ohne ständige Wiederholung haben. Hinzu kommt der Anspruch Wettergegenbheiten bestmöglich zu simulieren. So könnt ihr bei besten Wetter über die Strecke brettern oder wirklich Hardcore bei tiefster Nacht und Blizzard über die Strecke schleichen. Natürlich gibt es auch alle erdenklich zwischenoptionen.

Nette Idee – Der Renn-Ingenieur
Bei all der Simulation müssen auch die richtigen Einstellungen des Wagens gefunden werden. Denn Project Cars ist wirklich sehr penibel was einzelne Details wie Reifen und co angeht. Damit auch der Anfänger ein Chance hat durchzublicken, bietet man euch einen Renn-Ingenieur an die Seite. Der fragt euch nach Szenarien, die euch während eines Rennens aufgefallen sind und bietet euch dann entsprechend eurer Antworten die richtigen Einstellungen. Eine gute Sache!

Abseits davon könnt ihr natürlich auch diverse Fahrhilfen ein und ausschalten. Jedoch solltet ihr wissen das ihr auch mit vollen Fahrhilfen niemals an den Arcade Status eines Forza Horizon 3 kommen werdet. Daher nochmal ausdrücklich – Project Cars 2 ist etwas für Simulations-Fans!

Technik
Technisch zeigt sich Project Cars tatsächlich nur „durchwachsen“. Es gibt Momente da sieht Project Cars 2 wirklich extrem gut aus. Allerdings folgen oft darauf wieder Streckenabschnitte oder Wettereffekte, die nicht wirklich den hohen Stand aktueller Maßstäbe halten können. Dennoch ist der insgesamte optische Eindruck als sehr ordentlich einzuschätzen.

Fazit: Project Cars 2 ist ein Spiel für Rennenthusiasten die wirklich das Fahrgefühl lieben und sämtliche Szenarien checken möchten. Wer aus Spaß ein wenig über Strecken brettern möchte wird bei Project Cars 2 schnell an seine Grenzen kommen.

Fans des ersten Teils sollten beim zweiten Teil aber ohne Bedenken zugreifen können. Slightly Mad erweitert das Konzept nochmal grandios. Strecken sind nun noch Abwechslungreicher, das Fahrgefühl noch intensiver und hier und da wurde überall neue Dinge eingefügt.

Kaufempfehlung: Ja! Simulations-Fans geben Project Cars 2 ein Chance!

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