Gran Turismo Sport im Test.

Gran Turismo Sport im Test.

In diesem Jahr erfüllen sich Racingträume, denn alle 2-3 Wochen erscheint ein neuer Racer. Nachdem wir bereits Project Cars und Forza Motorsport ausführlich testen konnten, haben wir zum Abschluss ein Besuch in Gran Turismo Sport genossen. Und ja – Gran Turismo lässt sich viel Luft nach oben. Ein schlechtes Spiel ist es allerdings nicht!

Frühe Veröffentlichung um Fans der Reihe bei Laune zu halten?
Gran Turismo ist ein Serie mit Tradition. Schon seit der PlayStation 1 begleitet uns die Serie exklusiv und bietet von Generation zu Generation mehr Augenschmaus. Auf der PlayStation 4 ist Gran Turismo Sport das erste Gran Turismo. Allerdings nicht der erste exklusive Racing-Titel. Der erschien ein Jahr nach PS4 Start mit DriveClub und sorgte ebenfalls für umstrittene Meinungen. Optisch klasse waren es zahlreiche Fehler – vor allem online – die lange Zeit für Spielflaute sorgten.

Darüber hinaus muss sich Gran Turismo Sport vorwerfen lassen „Kein Vollwertiger“ Gran Turismo Titel zu sein. Wie es der gewählte Name schon erahnen lässt, haben wir hier eher einen „zwischenschritt“ serviert bekommen – am besten zu vergleichen mit Gran Turismo 5 Prolog. Ist das also eine „Vorversion“ um Spieler bei Laune zu halten? Für den Singleplayer-Part könnte man dies fast behaupten – für den Onlinepart wohl eher nicht.

Solisten nur das nötigste – Online spannende Rennen!
So viel vorab – Solisten sollten sich den Kauf zwei Mal durch den Kopf gehen lassen, denn fast alles was Gran Turismo in den Serienteilen 1 bis 6 aufgebaut hat, wird mit Gran Turismo Sport über Bord geworfen. Zwar bietet man euch eine Fahrschule, die euch sämtliche Tricks bebringen soll und durch Bronze, Silber und Goldmedallien zu Höchstleistung motiviert, unterm Strich lernt ihr hier allerdings nur alles Wissenswerte über die Spielsysteme in Gran Turismo Sport.

Darüber hinaus kann man sich einige Stunden mit dem Kampagnen Modus beschäftigen. Auch hier wird man bewertet und kann so die Herausforderungen in die Länge ziehen. Allerdings wird der Kampagnen Modus noch sehr einach dargestellt. Tuning und alles was Gran Turismo in der Vergangenheit ausgemacht hat lässt man raus.

Neu dabei ist ein VR Modus – allerdings ist der mehr als Gimmick zu sehen. Nur Einzelkurse dürfen wir in VR fahren und dann auch nur gegen einen Gegner. Das reicht nicht aus um überzeugende Inhalte für VR zu liefern!

Online viel besser
Der Rest spielt sich online ab und hier macht Gran Turismo Sport wirklich Lust auf mehr. Man bekommt schon eine Ahnung davon, an was Polyphony Digital arbeitet. Hier hat man nämlich schon einen ziemlich spaßigen Online-Racer auf die Beine gestellt, der täglich an die PS4 lockt, da es immer wieder Tagesaufgaben gibt, schnelle Rennen durch faire Matchmaking-Algorhytmen erstellt werden und so weiter.

Darüber hinaus kann man auch in Private Partien einsteigen und so gegen bekannte oder extern organisierte Matches antreten. Ziemlich cool!

Kleiner Umfang – vieles minimiert
Leider kaschiert der coole Online-Modus jedoch nicht, dass Gran Turismo Sport noch mehr einem Protoypen des nächsten nummerierten Serienteils ist. Denn egal wo man hinschaut, der Umfang ist noch Minimal. So haben Spieler in Gran Turismo nur 162 Autos. Zugegeben – man hat ausgemistet und präsentiert den Spielern wirklich wunderschön designte Sportwagen die sehr aufwendig animiert wurden. Dennoch – in Grau Turismo 6 gab es noch über 1000 Autos und auch die Konkurrenz schläft nicht. In Forza Motorsport 7 habt ihr über 700 gut bis sehr gut animierte Autos zur Wahl. Lediglich Project Cars 2 spielt hier auf einer Liga und liefert 182 Autos.

Aber auch gegen Project Cars 2 kann man in Sachen Umfang nicht standhalten. Denn Project Cars liefert dem Spieler 46 Pisten, Forza Motorsport immerhin 32 und Gran Turismo liefert mit knapp 20 Kursen das Schlusslicht.

Einziger Lichtblick sind die Einstellungen die dem Spieler zur Wahl stehen. Hier zeigt sich Gran Turismo Sport sehr großzügig und lässt uns kleinste Details wie Reifenabnutzung, Treibstoffverbrauch, Windschattenstärke und vieles mehr einstellen.

Jedoch gleich auch wieder von Kritik gefolgt, denn dynamisches Wetter gibt es nicht – das müssen wir fix einstellen – was immerhin funktioniert. Darüber hinaus gehört das Schadensystem stark erweitert, denn abseits von ein paar Kratzern und Beulen gibt es kein Schadensmodell.

Schönes Fahrgefühl – nette Gimmicks
Wo es noch viele Baustellen gibt überzeugt Gran Turismo aber wieder bei dem eigentlichen Hauptthema – dem Fahrgefühl. Egal ob mit Controller oder dem Lenkrad – Gran Turismo simuliert fabelhaft das Gewicht der Sportwagen die wir fahren und gibt uns wirklich wunderschönes Feedback beim fahren. Lediglich das Fahrgefühl abseits der Teerstraße sollte weiter optimiert werden, denn hier erinnert das Fahrgefühl zu schnell an eine Rutschpartie auf Eis.

Darüber hinaus dürfte euch Gimmicks der Fotomodus eine Weile beschäftigen. Aufgrund „echter Hintergründe“ kann man mit etwas Übung täuschend echte Schnappschüsse erstellen. Ziemlich cool!

Fazit: Gran Turismo Sport hat viel Licht und viel Schatten. Ohne jede Frage kann dieser Teil aber nur als Zwischenveröffentlichung gedacht sein. Es gibt so viele Baustellen, die die Konkurrenz bereits besser macht. Jedoch sieht man auch viel Potential. Im Onlinebereich oder bei dem allgemeinen Fahrgefühl.

Ob einen dieses Zwischenexperiment der Kauf Wert ist – das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Wir hoffen jedoch das Polyphony nun schneller große Fortschritte macht und uns in 2 vielleicht 3 Jahren wieder einen vollwertigen Gran Turismo Titel präsentieren kann.

Bis dahin wird man noch ein wenig Spaß in den Online-Modi haben können!

Kaufempfehlung: Ja – wer motivierende Onlinerennen sucht greift zu!

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