Marvel vs Capcom Infinite im Test.

Marvel vs Capcom Infinite im Test.

Capcom hat uns Gelegenheit gegeben einen Blick auf Marvel vs Capcom Infinite werfen zu können. Doch kann der Titel an die Hohen Erwartungen der Fans anknüpfen und gelingt es dabei auch noch den Massenmarkt mit den vielen Marvel Fans zu erreichen? Ein schwieriger Balanceakt… Wir klären auf.

Die Balance des Marktes
Marvel vsCapcom hat schon eine lange Tradition. Immerhin ist Infinite nun der vierte Teil der Serie, der das ganze Konzept in eine moderne Engine stecken soll. Und das auch nicht grundlos, denn auf Tunieren wie die EVO gehört Marvel vs Capcom aufgrund der einzigartigen verrückten Kämpfe bekannter Figuren zu den Publikumslieblingen.

Aber da ist noch weitaus mehr, dass Capcom bei der Entwicklung beachten musste. Immerhin hat sich das Zeitrad seit der letzten Veröffentlichung deutlich weiter gedreht und Marvel hat quasi eine zweite Wiederbelebung durchgemacht. Nicht nur das Marvel nun zum großen Disneykonzern gehört, sind da dutzende von Filmen, die wiederum tausende Fans haben und damit macht sich nicht nur ein neuer Markt auf, sicherlich war es Marvel auch wichtig das Spiel zugänglicher zu machen, damit man diesen Fans auch etwas bieten kann.

Kann es gelingen Neulinge und Profis zu beistern?
Und genau hier ist der Knackpunkt der Geschichte. Denn so richtig gelungen ist Capcom dieser Mix nicht. Der Trend tendiert eher dahin, dass Neulinge nun gut in das Spiel einsteigen können, denn einache Kombos lassen sich nun nicht mehr nur durch Controllerakrobaten ausführen, sondern auch durch Anfänger, da man quasi nur eine Taste drücken muss um einfache Kombos hintereinander zu reihen.

Klar – etwas mehr Tiefe gibt es dann schon, denn wenn Profis kämpfen werden die Kämpfe plötzlich defensiver. Allerdings hat das Konzept ein wenig von der alten Brillianz verlohren die Marvel vs Capcom für Profispieler so besonders gemacht hat. Fraglich ob sich der Titel so gegen die starken Vorgänger im Profibereich durchsetzen kann.

Auch bei Marvel Fans schwieriger Stand
Schade ist, dass man aber auch bei dem Neuanfang nicht sonderlich konsequent war. Denn auch hier ruht man sich aus, da man irgendwie von allem ein bisschen haben möchte. So geht man auf Nummer Sicher, und versucht ja keine Risiken bei der Charakterwahl einzugehen. Der Look des Spiels wird vom Comic Look auf einen CGI look ausgetauscht, bei dem viele bekannte Capcom Charakter irgendwie „komisch“ aussehen, nur damit ja die Marvel Charaktere gut zur Geltung kommen. Und zu guter letzt reduziert man die Kämpferanzahl auf Felde auf nur noch zwei Teams und die allgemeine Charakteranzahl von 50 auf 30.

Obendrauf kommt, dass alles nicht so rund wirken will wie bei der starken Konkurrenz in diesem Genre. Bestes Beispiel ist hier aktuell Injustice 2, dass eine wirklich starke Kampagne zu bieten hat. Aufgrund des Marvel Warns haben die Stages nicht mehr den üblichen Capcom Look, sondern wurden zwanghaft in irgendwelche Marvel-Film-Settings gepresst. Ist für Fans zwar nett, allerdings fehlt die große Abwechslung dabei. Und genau das wird auch der Kampagne zu Verhängnis, da irgendwie nicht richtig Spannung aufkommen möchte.

Fazit: Unterm Strich muss man daher festhalten, dass ihr mit Marvel vs Capcom zwar kein schlechtes, allerdings im Vergleich zu den Vorgängern ein nicht ganz so raffiniertes Spiel erhaltet, das einfach von allem zu viel will und seine Stärken aufgrund des Massenmarktes ein wenig hängen lässt.

Immerhin erhaltet ihr jedoch das grundlegende Konzept in einer neuen Engine mit ganz ansehnlicher Grafik. Auch wenn einige Charakter von Capcom ziemlich befremdlich wirken, da der Grafikstil diese nicht so stark unterstützt.

Dennoch – wer Marvel und Capcom Kämpfe wie in einem Film erleben möchte, der kann mit Marvel vs Capcom Infinite kurzweiligen Spaß haben. Fraglich wie lange der Langzeitfaktor dabei bleibt.

Kaufempfehlung: Ja! Marvel Freunde können zugreifen. Capcom Freunde ebenfalls. Erwartet jedoch nicht zu viel!

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