PES 2018 im Test.

PES 2018 im Test.

Kann Fussball ohne Namen Spaß machen? Ja kann er! Das hat PES 2018 in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, indem man – zwar mehr ungewollt – jedoch faktisch auf nahezu alle wichtigen Lizenzen verzichten musste, da der Primus „Fifa 18“ im Genre diese alle exklusiv gesichert hat. Doch was dürfen PES Fans in diesem Jahr erwarten?

Sind wir alle Werbezombies?
PES wirft eigentlich eine interessante Frage auf. Ist der Fussball des Fussballwillens interessant oder deshalb weil große Werbegelder uns immer wieder Charaktere, Geschichten, Marken und Werte vorleben? Nüchtern betrachtet sollte es doch auf den Sport ankommen! Und wenn es darum geht müsste PES 2018 eigentlich deutlich durchsetzungsfähiger als, als es bislang der Fall ist. Denn schon seit Jahren macht die Fussball-Simulation einen richtig guten Eindruck und muss sich vor dem Spieldesign von Fifa nicht verstecken. Vor allem da viele großartige Ideen von Konami entworfen wurden, an denen sich teils auch Fifa bedient hat.

Jedes Jahr ein wenig anders
Natürlich gibt es auch in diesen Jahr wieder radikale Eingriffe in das Spieldesign. Den setzen die Japaner von Konami in PES 2018 in diesem Jahr in den Spielaufbau. Erneut nimmt man viel Tempo aus dem Spiel und versucht so deutlich realistischer das taktische Spiel eines echten Fussballmatches abzubilden. Während wir erstes Kicks starten, können wir gleichzeitig alle anderen Spieler in Position bringen.

Jedoch hat dies nicht nur Vorteile, denn erneut steigt die Hürde in PES einzusteigen. PES 2018 ist nochmal ein ticken kniffliger als PES 2017.

Kaum bekannte Marken
Schauen wir aber auf den deutschen Fussball Markt dürfte es PES 2018 bei Fans der Bundesliga ziemlich schwer haben. Tatsächlich sind nur 3 Mannschaften integriert. Dabei sind Borussia Dortmund, was dank einer intensiven Partnerschaft möglich ist, sowie Schalke 04 und RB Leipzig. Früher war auch der Meister Bayern München dabei, allerdings scheint Fifa auch hier die Oberhand der Marken gewonnen zu haben.

Eigentlich Schade, denn ein paar interessante Restmarken hat PES 2018 dann doch. Da wäre beispielsweise die Champions League Marke, die sich die Japaner sichern konnten. Allerdings merkt man auch hier wie Werbegetrieben wir sind, denn so richtig möchte die Champions-League ohne die vielen bekannten Gesichter und Mannschaften nicht zünden.

Das man den Pool dann mit ausländischen unbekannten Ligen wie zum Beispiel die chielnische Liga füllt, bringt da auch nicht wirklich Abhilfe.

Technisch gut
Konami war so nett uns sowohl Xbox One, als auch PS4 Fassung von PES 2018 zur Verfügung zu stellen. Beide Fassung haben während unserer Tests einen guten Eindruck gemacht. In diesem Jahr dürften vor allem Xbox Spieler PES die Treue halten. EA hat nämlich exklusive Fifa 18 Werberechte, sowie exklusive Inhalte an Sony verkauft und damit erstmals gegen Xbox entschieden.

Fazit: PES 2018 überzeugt auf dem Feld vollkommen. Der langsame Spielaufbau, die taktische Note. All das wirkt richtig gut und ist gemessen am Sport richtig guter Fussball. Allerdings wäre es geflunkert, wenn ich sagen würde dass ich nicht die vielen bekannten Mannschaften in PES 2018 vermisse. Auch wenn die Vernunft sagen möchte, dass dies doch eigentlich egal ist, bleibt unterm Strich dann doch das Gefühl, dass man in Fifa ein paar mehr Stunden verbringen wird. Und das nur wegen der Marken. Eigentlich schade!

Kaufempfehlung: Ja! Gebt PES 2018 eine Chance wenn ihr Fussball mögt!

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