The Hunter: Call of the Wild im Test.

The Hunter: Call of the Wild im Test.

Wir hatten die Gelegenheit einen Blick auf The Hunter: Call of the Wild zu werfen. Wir konnten den Titel sowohl auf PS4, als auch Xbox One anschauen und haben dabei keine deutlichen Unterschiede ausmachen können. Ob sich das Spiel spielerisch auch so solide zeigt, klären wir im Test.

Shooter mal Anders
Das Genre „Shooter“ gehört zu den beliebtesten Genres die aktuell in der Videospielwelt existieren. Doch was wenn ein Entwicklerstudio hergeht, sämtliche Genrestandards über Bord wirft und statt purer Action schon fast gähnende Ruhe präsentiert. Willkommen in der Welt von The Hunter: Call of the Wild.

Jup richtig – Action gibt es hier nicht. Stattdessen Landschaften die derart groß sind, dass wir die eigentliche Bildschöne Umgebung manchmal gerne verflucht hätten. Wahlweise in Europa oder Nordamerika könnt ihr auf über 100 Quadratkilometer Getier unterschiedlichster Art jagen. Das machen wir allerdings nicht wie in manchen Genre-Konkurrenten (Cabela’s African Adventure oder Hunting Simulator), sondern ganz gemächlich mit viel Geduld.

Schleichen über Kilometer
The Hunter nimmt sich nämlich bei dem Namen. Wer erfolgreich ein Tier vor die Linse bekommen möchte, der muss viel Geduld aufbringen, viel schleichen, sich leise Fortbewegen und viele Quadratkilometer absuchen.

Immerhin – es gibt Hilfsmittel. Der Huntermate sorgt dafür dass wir die fährten halbwegs Einsteiger-freundlich lesen dürfen. Allerdings war es das auch schon an Hilfen für Einsteiger. Trotz Tutorial fühlt man sich anschließend nicht wirklich gut ins Spiel geführt und als ob das nicht schon demotivierend wäre, haben es vor allem Anfänger schwierig. Nur mit viel Spielfortschritt lassen sich nämlich Skills und Items für Erleichterungen einkaufen… Hmpf…

Man stellt sich die Frage weshalb man neben diese Simulations-Modus nicht auch einen Arcade-Modus eingebaut hat. Den Verkaufszahlen hätte es sicher gut getan, da in der aktuellen Form The Hunter zwar richtig authentisch und daher auch gut ist – allerdings für viele Spieler einfach zu knackig und zu langatmig sein wird.

Gefunden! Jetzt blos nicht Atmen
Jup – der Weg bis zum ersten Tier kann eine ganz schön Hürde sein, vor allem wenn ihr die Geduld verliert und möglicherweise lange Arbeit in nur einer Sekunde vernichtet. Schafft ihr es dann aber doch mal nach viel Schweiss ein Tier vor die Linse zu bekommen, ist euer Sieg noch alles andere als Gewiss. Auch hier gilt, dass vor allem Anfänger viel Erfahrung bei dem Zielen mitbringen müssen.

Denn die ersten Gewähre treffen nicht Pixelgenau und haben ein leichtes „Spiel“. Nur mit etwas Erfahrung kann man damit halbwegs umgehen. Das kann nicht nur ganz schön viel Arbeit in sekunden vernichten, sondern bei gewissen Ziel auch gefährlich werden. Denn einige gehen dann auch schnell zum Angriff über und sonderlich viel halten wir nicht aus.

Reisen durch die Wildnis…
Was zum nächste Problem führt. Der Wildnis mangelt es an einem Schnellreisesystem. Man kann zwar einige Hilfsmittel wie Quads und co nutzen. Allerdings sind die eher Kontraproduktiv, denn als Jäger wollen wir ja eher vermeiden groß auf uns Aufmerksam zu machen. Sinnvoller wären Punkte gewesen die wir auf Knopfdruck hätten erreichen können. So müssen wir teils Kilometer auf zwei Beinen zurücklegen. Ganz schön langweilig!

Fazit: The Hunter: Call of the Wild ist ohne Frage ein besonderes Spiel. Besonders – da es die Jagdthematik wirklich mal authentisch einfängt und vermittelt, wie sich ein Jäger während seiner Auseinander Setzung mit Tier fühlen muss.

Jedoch befinden wir uns hier im Videospiel-Genre und es bedarf durchaus einige Ansätze, Spieler auch zwischen den Jagderfolgen sinnvoll zu unterhalten. Zwar gibt es hier dutzende Belohnungssysteme und eine Form Rollenspielsystem, dass uns Gegenstände nur ab bestimmten Fortschritt nutzen lässt, allerdings führt das eher dazu, dass die Einstiegshürde ziemlich groß wird, das neue Spieler abschrecken könnte.

Unterm Strich bleibt ein ziemlich einzigartiges Erlebnis das an einigen Punkten leider gravierende Schwächen hat. Aufgrund seiner Einzigartigkeit sollten interessierte The Hunter: Call of the Wild aber dennoch ein Chance geben. Möglicherweise seht ihr in den Knackpunkten ja auch grade die Herausforderung die euch über Stunden hinweg motiviert.

Kaufempfehlung: Ja – Wer sich der Knackpunkte bewusst ist kann zugreifen!

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