Hand of Fate 2 im Test.

Hand of Fate 2 im Test.

Wir hatten die Gelegenheit Hand of Fate 2 zu testen. Eigentlich hatten wir vor das Spiel auf Konsole zu testen. Jedoch mussten wir uns letztlich mit der Steam Version auf PC zufrieden geben. Einen Blick auf das Spielkonzept konnten wir dennoch werfen und sind zwiegespalten.

Ein Abenteuer in Kartenform
Karten haben schon immer etwas mystisches. Nicht umsonst sind Sie teil vieler Ukulten Rituale. Dieser Mysterie zu danken haben die Entwickler einen guten Einfall gehabt. Wieso nicht ein Table-Top-Spiel entwickeln, das komplett auf Karten basiert? Den erste Teil hatte damals noch Kollegen Matthias getestet. Er ist leider schon eine ganze Weile über alle Berge, daher steig ich nun ein.

Hand of Fate 2 macht eigentlich alles wie der erste Teil, versucht aber noch ein wenig mehr Abwechslung zu bieten und integriert noch mehr Karten die uns in unterschiedlichste Situationen versetzen. Hand of Fate nimmt sich nämlich ziemlich bei dem Namen, lässt es weniger auf Können ankommen, dafür mehr auf Glück. Und sobald man das verstanden hat wird das Spielsystem leider etwas Dünn.

Vertrau deinem Glück oder verzichte auf Inhalte
Das Problem. Vertrauen wir unserem Glück und lassen uns auf die Karten ein, dann spielen wir mit dem Feuer. Klar – wer viel Glück mitbringt hat am Ende große Belohnungen zu erwarten wie Gold, Vorräte und co. Jedoch kann es auch sein, dass man sich plötzlich einem Abenteuer gegenüber sieht, dass quasi die Nachteile addiert. So kann es passieren das wir gegen starke Bosse ohne Waffe antreten müssen. Gegen Gegnerhorden mit nur 25% Leben. Oder wenn es richtig mies läuft sind wir auf einem Schlag tot. In der Hand hat das nur die KI alias der Kartengeber, der im Spiel die Karten mischt.

Leider beschäftigen wir uns so weniger mit unseren Fähigkeiten und unserem Talent, als wie viel mehr mit der Frage, wie weit wir unser Glück herausfordern um noch mehr Inhalte von Hands of Fate 2 zu sehen. Andererseits zu passen und so jedoch in Kauf zu nehmen das ein oder andere Kapitel einfach zu überspringen. Hier haben die Entwickler unserer Meinung nach nicht zu Ende gedacht.

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Spielforschritt ohne Langzeitmotivation
Das Selbe gilt für die Langlebigkeit. Denn haben wir ein Spiel erledigt, ist das Spiel komplett gelaufen. Es gibt keinen andauernden Fortschritt oder ähnliches. Nach jedem Spiel werden die Karten wieder auf Null gesetzt und wir können nur ein neues Spiel beginnen. Abwechslung gibt es lediglich in der Frage ob wir ein „normales“ Abenteuer ausprobieren oder ein Endlosspiel beginnen möchte, bei dem wir quasi unendlich lange unser Glück herausfordern – bis wir eben scheitern.

Dass die Entwickler hier so gepatzt haben ist Schade, denn eigentlich bringt Hands of Fate 2 ein ziemlich interessantes Konzept mit. Die Idee Karten zu ziehen, daraus in Situationen zu gelangen, die wir meist durch Kampfhandlung in Echtzeit lösen und kräftig auf Gegner kloppen oder sie mit Magien ausschalten ist interessant. Auch das viele Umstände durch Ereigniskarten zufällig generiert werden ist interessant. Das man aber am Ende nur auf Glück angewiesen ist wird einem Videospiel meiner Meinung nach nicht gerecht.

Fazit: Hands of Fate 2 mag für kurze Zeit unterhalten. Langzeitmotivation habe ich jedenfalls nicht gefunden. Auch dass ich mich nur auf mein Glück verlassen muss gefällt mir in einem Videospiel nicht wirklich. Ich möchte mein Talent ausspielen, mich in das Spiel hineinsteigern und immer besser werden. Das Spiel lässt mich jedoch nicht und ich muss quasi eine zufällig generierte Geschichte hinnehmen.

Wer mit dieser Eigenart leben kann, der findet mit Hands of Fate 2 durchaus ein interessantes Spiel.

Kaufempfehlung: Ja – wer Tabletop mag kann zugreifen

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