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Destiny im Test

Autor des Artikels: Steven Wilcken

DestinyMenno dacht ich mir, als am Montag die Server von Destiny online gingen und mein Mitbewohner schon fleissig anfing zu zocken, da er das Spiel sehr früh, dank eines schnellens Händlers auf Ebay, bekam. Als dann die meisten anderen am Dienstag anfingen mit dem Spiel und ich Destiny noch immer nich in den Händen hielt, dacht ich mir ok – blöd. Aber naja! Dafür klappte es dann Mittwoch und endlich konnte das große Spielen beginnen. Doch denk ich nach etwas über 3 Tagen Destiny immer noch so darüber? Hier ist unser Test.

Der junge Hüter
Ja – tatsächlich hat mich Destiny am Mittwoch direkt wieder gepackt. Dieses streifen durch die Welt auf meinem Sparrow und das freischalten von Planeten hat einen ganz eigenen Reitz, der sich immer mehr zu einem Sog entwickelt. Man möchte mehr sehen von dieser fantastischen Welt! Da man die Erde als Alpha und Beta Tester schon genug kannte, rannte ich da wie ein bekloppter durch und wollte unbedingt zurück auf den Mond. Der eine Tagesauflug während der Beta entwickelte seinen ganz eigenen Reitz. Und da sollte ja noch viel mehr kommen, oder?

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Wenn der Umfang nicht gegeben ist
Tatsächlich beunruhigte mich schnell, dass der Mond ein sehr kurzes Gebiet war. 3 oder 4 Missionen gibt es dort, samt eines Strikes – der meiner meinung nach zu den Anspruchsvollsten gehört – sofern ihr nicht übermäßig überlevelt seid. Entsprechend lange saßen wir dort am Boss. Einer hat sich darum gekümmert, dass er am Leben bleibt, die anderen hielten drauf. Da zwischendurch immer wieder Wellen an anderen Monstern kamen, sparte man sich seine Super attacken auf, führte diese zusammen und mit 1-2 Super Attacken waren alle anderen Monster direkt weg. Der Schaden auf das Bossmonster konnte weiter gehen. Das war ein Moment wo ich mir dachte – ja cool! Das macht Spaß. Leider musste ich aber feststellen, dass sich an diesem Prinzip im gesamten Spiel eigentlich nichts ändert.

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Immer die Selben Mechaniken
Bungie hat sich bei der Aufgabenwahl nicht sondernlich kreativ gezeigt. Tatsächlich läuft alles meist gleich ab. Klar – die meisten MMO´s drehen sich immer wieder darum wie Kill dies, Kill das, sammle dort, schaue dort. Das macht auch Destiny. Destiny hat aber zusätzlich das Problem, dass jeder Planet gleich gestrickt ist. Am Anfang müssen wir immer erstmal unseren Sparrow freischalten. Dann gibt es meist eine neue Rasse die es mal wieder auf die Erde abgesehen haben und unsere Aufgabe ist es diese Rasse aufzuhalten. Um uns ein wenig zu Fordern werden wir dann immer wieder in Arenenkämpfe verstrickt, da der Geist mal wieder irgendwas auf der Karte untersuchen muss. Untersucht der Geist mal etwas nicht setzt man uns meist Unmengen und wellen an Monstern vor.

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Wenig Abwechslung bei den Monstern
Das gröste Problem allerdings ist, dass die Monster fast alle gleich sind. Es gibt tatsächlich im ganzen Spiel grade einmal 4 Gegnerrassen, die jeweils 4-5 unterschiedliche Gegnertypen haben. Zusätzlich gibt es noch „Gelbe-“ und „Boss-“ Gegner, die aber auch wieder aus bekannten Gegner bestehen, nur sehr viel aushalten. Bungie hat hier verpennt kreativ an die Sache heran zu gehen. Zum Beispiel hätte man zaubernde Monster machen können, die einen dazu zwingen sich zu bewegen. Man hätte Verzauberungen einführen können, welche Hüter mal eine Zeit lang ausser gefecht setzen, so dass man mehr auf sich als gruppe achten muss. Man hätte Projektile machen können, die eine Zeit lang verfolgen und immer wieder einen Hüter dazu zwingen sich auch mal zu bewegen. Statt wirklich dynamische Kämpfe zu gestalten, verfängt sich Bungie in einem einfachen Deckungshooter – was wirklich schade ist! Das man etwas auch kreativ angehen kann zeigt Beispielsweise ein Strike auf dem Mars. Dort muss man einen General töten der in einem Panzer sitzt. Da dieser Panzer nicht sonderlich agil ist, können wir mit Fahrzeugen, die wir uns vorher schnappen dem Panzer kräftig einheitzen. Dabei gilt es sich immer im Kreis bewegen und bloß kein Hindernis treffen, denn Stillstand bedeutet umgehen den Tod! Und genau das ist es, worauf Bungie sich in Zukunft deutlich mehr konzentrieren muss. Abwechslung!

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Durch in etwas über 12 Stunden
Ich persönlich hatte alle Strikes und die Story nach etwas über 12 Stunden durch. Einen Tag später erreicht ich auch endlich Level 20 und mache derzeit Zufalls-Strikes um Marken für erste Legendäre Items zu sammeln. 2 gibt es pro Strike und 150 benötigt man pro Item, das hält natürlich zunächst bei Laune immer wieder die Selben Strikes hinter sich zu bringen. Doch tatsächlich stellt sich mir schon die Frage an Tag 4 – wie lange wird mich Destiny noch unterhalten? Für ein Rollenspiel ist Destiny viel zu kurz geraten. Beim Umfang hat man sich eher an einem „Shooter“ orientiert, die allgemein wenig Umfang bieten. Und genau hier könnte das große Problem von Destiny liegen. Rollenspieler sind verwöhnt, Shooterspieler werden schnell bessere alternativen mit CoD Advanced Warfare und co finden. Im Prinzip liegt es nun an Destiny wie schnell die Jungs kreativen, neuen Inhalt veröffentlichen können. Klar – das möchten die Bungie Jungs bezahlt haben. Dafür verzichtet man auf Abo-Modelle.

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PVP
Während der Beta hatte ich mal kurz in PVP reingeschaut. Die Möglichkeiten im vollen Spiel sind natürlich größer. Es gibt mehr Maps. Zusätzlich gibt es auch mehr Modis und aktuell läuft sogar ein bestimmtes Event. PvP spielt sich hier wie ein normaler Shooter, mit dem kleinen Unterschied das einige Spieler bessere Ausrüstung als man selbst hat. Das bringt natürlich Vorteile, weshalb man sich auch immer wieder darum kümmern muss die eigene Ausrüstung höher zu puschen.

https://www.youtube.com/watch?v=Gjc6vD9cuAM

Fazit: Destiny hat mich für 4 Tage unglaublich gut unterhalten. Nun wiederholen sich die Inhalte und ich fühle mich immer noch unterhalten. Jedoch ist mir auch jetzt schon klar – dass da unbedingt neues kommen muss. Große Hoffnungen macht mir der Raid, der am Dienstag freigeschaltet werden soll. Das erste Addon ist allerdings erst für Dezember angekündigt. Ob mich Destiny so lange begeistern kann mag ich zu bezweifeln, dafür gibt es einfach viel zu wenig Inhalte die sich ständig wiederholen.

[+] Geniale Atmosphäre
[+] Tolle Musik
[+] Tolles Kampfsystem …
[-] … das mit etwas kreativität aber noch dynamischer sein könnte!
[+] Viele Items die euch antreiben eure Ausrüstung zu verbessern.
[+] PVP, PVE, Strikes, Raids – für jeden was dabei!
[-] Monster agieren nicht immer so schlau

Wertung: 4.0 / 5.0