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Far Cry 5: Tierschutzorganisation Peta kritisiert Far Cry 5 für sein Angel Feature.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Pressemitteilung:

Unethisch und gewaltverherrlichend: Der aktuelle Teil der Videospielreihe „Far Cry“ hat erneut auch die Jagd auf Fische zum Thema. Während im Vorgängerspiel Fische mit Sprengstoff getötet wurden, kann der Spieler in Far Cry 5 mit der Angel verschiedene Fischarten fangen und erhält je nach Fischart eine unterschiedliche Punktzahl. PETA appelliert nun an die deutsche Vertretung des Spieleentwicklers, die Ubisoft GmbH in Düsseldorf, künftig keine Videospiele in Deutschland mehr zu vermarkten, die das Jagen und Töten von Fischen oder anderen Tieren glorifizieren und banalisieren. Die Tierrechtsorganisation schlägt vor, stattdessen Spiele mit frei lebenden Tieren zu entwickeln, die das Töten nicht als Freizeitbeschäftigung verherrlichen.

„Angeln bedeutet, Fische in eine Falle zu locken, sie minuten- bis stundenlang Angst und Atemnot sowie einem oft qualvollen Todeskampf auszusetzen, bevor sie schließlich erschlagen oder oft noch lebendig aufgeschnitten werden“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin sowie Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist und kein Etwas und da ist es ein Armutszeugnis, das Angeln zu bewerben. Fische sind neugierige Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten.“

In manchen Intelligenztests schneiden Fische besser ab als Schimpansen, Orang-Utans und Kapuzineräffchen [1]. Sie haben ein komplexes Sozialleben und schließen teils enge Freundschaften. Manche Fische singen wie Vögel in der Morgendämmerung im Chor, andere schützen ihre Jungen, indem sie den Nachwuchs bei Gefahr in den Mund nehmen oder wochenlang die Eier bewachen [2]. Vor allem aber: Sie spüren Angst, Stress und Schmerz. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Fazit, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [3]

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Der Kampf gegen die mit dem Angeln einhergehende Tierquälerei hat prominente Unterstützer. Der Ex-Beatle Sir Paul McCartney beschreibt sein erstes und einziges Angelerlebnis folgendermaßen: „Vor vielen Jahren war ich einmal angeln. Als ich den armen Fisch einholte, wurde mir klar, dass ich dabei war, ihn zu töten – nur für eine vergängliche Gaumenfreude. Da hat irgendetwas in mir klick gemacht. Als ich sah, wie er nach Atem rang, wusste ich, dass ihm sein Leben in diesem Moment genauso wichtig war wie mir meines.“ Auch Albert Schweitzer schreibt in seinen Lebenserinnerungen, wie sehr ihn die sich beim Angeln am Haken windenden Würmer und das Töten der Fische in seiner Kinderseele erschüttert haben. Nach zweimaligem Angeln habe er die Belastung nicht mehr ausgehalten und aus Mitgefühl versucht, andere vom Angeln abzuhalten.