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Red Dead Redemption 2 im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Rockstar hat uns die Möglichkeit gegeben, dass wir uns Red Dead Redemption 2 ausführlich anschauen konnten. Erhalten haben wir unser Spiel mit Launch und so viel sei verraten – auch wir sind bei diesem Spiel aus dem Staunen kaum herausgekommen. Aber dazu mehr in unserem Test.

Der Wilde Westen – oder das was noch davon übrig ist

Red Dead Redemption 2 erzählt uns wie sein Vorgänger eine Story aus dem Wilden Westen. Wir starten im Jahr 1899 und damit vor die Ereignisse die ihr im Vorgänger Red Dead Redemption erleben könnt. Der Wilde Westen verkommt immer mehr zu einem Mythos, denn tatsächlich halten Recht und Gesetz immer mehr Einzug in die Welt. Nur kleine Banden versuchen sich gegenüber dieser Bevormundung zu schützen und ihrem eigenen Willen eine Stimme zu verleihen.

Das ist der Ausgangspunkt bei dem ihr als „Arthur Morgan“ in die Welt startet. Denn eure Gruppe hat ein riesiges Problem, da ein Überfall schief gelaufen ist und ihr zunächst einmal flüchten müsst. Ihr entscheidet euch für hohes Risiko und findet euch mitten in den eisigen Grizzly Bergen wieder. Hier gilt es zunächst Schutz vor den Elementen zu finden. Ein Vorhaben das nicht ohne Konfrontation gelingt, denn schon zu Beginn des Spiels verstrickt sich unsere Gruppen in Schießereien. Neue Konflikte sind daher vorprogrammiert. Entscheiden könnt ihr hier noch nicht ganz so viel, denn dieser Teil des Spiels dient mehr oder weniger als Tutorial, bei dem ihr die komplexe Steuerung lernen sollt.

Die Welt öffnet sich

Doch die Welt öffnet sich mit der Zeit und wird immer beeindruckender. Von den kalten und eisigen Bergen kommt ihr nämlich irgendwann in die Täler, wo vor allem spektakuläre Lichtspiele und dutzende Details für das schönste Spiel sorgen, dass uns bislang begegnet ist. Viel beeindruckender ist jedoch, welche Möglichkeiten sich uns hier bieten und wie Abwechslungsreich die offene Welt gestaltet wurde. Über bereits erwähnte eisige Gebirge, gibt es riesige Steppen, große Tabak Plantagen, Sümpfe und natürlich auch große Städte. Alle sehen so unterschiedlich aus, dass sie eigene Maps darstellen könnten.
Aber auch erzählerisch wird viel Geboten. Denn folgen wir der Hauptstory erlebt ihr viele cineastisch geschnittene Story Abschnitte. Dank der schwebenden Kameras, der tollen Animationen und dem dynamischen Soundtrack entstehen dabei immer wieder Gänsehaut Momente, die vergessen lassen, dass es sich hier um ein Spiel und nicht um einen Film handelt.

Eine dynamische Welt

Beeindruckend ist aber auch, dass die Welt sich so dynamisch verhält. Überall auf der Welt können zufällige Events stattfinden, ohne dass diese so wirken. Denn selbst kleinste Nebenrollen sind mit Charakteren besetzt, die großen Wiedererkennungswert besitzen. Es liegt darüber hinaus an euch, wie ihr euch gegenüber den NPC’s verhaltet. Seid ihr Freundlich, Feindselig oder ermordet ihr den PC eiskalt? Euer Ruf eilt euch voraus und ihr werdet künftig in der Welt entsprechend behandelt. Interessant ist auch, dass einige Begegnungen später im Spiel einen Vorteil bringen können, da ihr diese in den Städten oder anderswo wiedertreffen könnt und diese euch ihren Dank erweisen.

Auch das einfache durchreichten der Welt liefert viel Unterhaltung. Sei es die Fauna und Flora die unheimlich viele Details liefert, die Panoramen die unglaublich wundervoll designet wurden oder aber die Szenen, die Tiere und NPC’s für uns bereit halten. Wir können aber auch dutzende Sub-Mechaniken nachgehen. Beispielsweise können wir Essen zubereiten, dass uns dabei Hilft unsere Werte zu verbessern. Keine sorge – ein Survival Spiel ist Red Dead Redemption nicht, da Vorräte zu genügend zu finden sind, wenn ihr jede Möglichkeit nutzt Beute zu schnappen.

Ihr solltet auch der Pflege eurer Pferde nachgehen. Diese sind sehr verletzlich und werden gleichzeitig zuverlässiger, wenn ihr zu ihnen eine gute Beziehung aufbaut. Das benötigt aber Geduld und Hingabe. Streicheln, pflegen, Füttern – das volle Programm eben! Natürlich könnt ihr auch neue Pferde kaufen, klauen oder diese einfach in der Wildnis fangen und einreiten.

Immobilien wie in GTA 5 könnt ihr zwar nicht kaufen, habt dafür aber ein Hauptlager, dass ihr versorgen müsst. Hier gibt es dutzende kleine Aufgaben zu erledigen, die euren Ruf erhöhen und euch so innerhalb eurer Gemeinschaft einen besseren Ausgangspunkt liefern. Ihr könnt aber das Lager auch einfach nutzen um euch zu unterhalten oder Domino zu spielen. Wie immer hat Rockstar vor allem bei den Details viel Arbeit investiert.
Desweiteren könnt ihr im späteren Verlauf des Spiels in der Welt angeln, Jagen und vieles mehr und euch so zusätzlich Geld verdienen.

Von Shooter, zu Begleitmissionen. Auch Stealth Missionen gibt es

Abseits der vielen Details liefert euch Rockstar natürlich auch ein Abwechslungsreiches Spiel, dass alle Standards der Spieleindustrie erfüllt. Geliefert werden euch teils spektakulär designte Missionen, bei denen ihr auf fahrenden Zügen einen Überfall ausführt und spektakuläre Action-Szenen erlebt. Leider ist die Shooter-Mechanik in Red Dead Redemption nicht ganz so genau und teilweise echt anstrengend. Vor allem durch die Tastenbelegung und das Ringmenü, bei dem einige Tasten doppelt belegt sind und so schnell für Verwirrung im Spiel sorgen.

Allerdings sorgt Rockstar immer wieder für Abwechslung. Ob Actionreiche Missionen, einfache Überfallmissionen an bestimmten Orten, Begleitmissionen oder aber in Stealth Missionen. Euch erwartet viel Abwechslung!

Der große Teil kommt noch

Obwohl der Singleplayer euch locker schon 100 Stunden und mehr Unterhalten kann, kommt der eigentlich große Spielfaktor erst noch. Denn in den kommenden Wochen soll Red Dead Redemption Online starten. Eine Onlinewelt in der ihr dann eure Abenteuer gemeinsam erleben könnt. Viel bekannt ist darüber noch nicht, weshalb das noch außerhalb des Tests bleibt.

Kritikpunkte?

Rockstar ist es erneut gelungen ein Ausnahmespiel zu erschaffen, über das wir noch in Jahren reden werden. Entsprechend ist es schwierig wirkliche Kritikpunkte zu finden, die nun gegen den Kauf von Red Dead Redemption sprechen. Mir persönlich stößt weiterhin sauer auf, dass es kein deutsche Sprachausgabe gibt. Klar – die englische Sprachausgabe ist authentisch und auf sehr hohem Niveau. Da die Sprecher aber mit passenden amerikanischen Akzenten sprechen und wir durch das Gameplay auch oft abgelenkt sind, ist es als nicht Muttersprachlicher wirklich schwierig, der Handlung zu folgen. Das macht das Spiel stellenweise echt anstrengend. Allerdings geht das ja nicht jedem so – weshalb das nicht weiter in die Wertung einfließen soll.

Fazit

Ihr merkt schon – wenn man über Red Dead Redemption 2 schreibt ist es unmöglich jedes Detail zu nennen. Obwohl wir hier schon einiges aufgezählt haben, gibt es da noch so viel dass es zu entdecken gilt. Red Dead Redemption 2 ist die Veröffentlichung des Jahres und ihr als Spieler erhaltet hier wirklich viel für euer Geld.

Zwar kann der Einstieg aufgrund der englischen Sprache für deutsche Muttersprachler ein wenig schleppend sein, da ihr anfänglich zwingend der vorgegebenen Story folgen müsst. Spätestens in der offenen Welt erwartet euch aber so viel Unterhaltung, dass ihr Red Dead Redemption 2 so schnell nicht zur Seite legen werdet.

Kaufmepfehlung: Wir sprechen eine klare Kaufempfehlung für alle Xbox und PS4 Besitzer aus!