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Metro Exodus im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Wir haben die Möglichkeit erhalten Metro Exodus testen zu können. Was wir bei unserem Ausflug ins apokalyptische Russland erlebt haben, dass erklären wir in unserem Test.

Die Geschichte von Metro Exodus

Die Geschichte von Metro Exodus setzt etwa 2 Jahre nach der Geschichte von Metro Last Light ein. Artjom hat sich in Moskau namenhafte Feinde gemacht und ist daher gezwungen aus Moskau zu fliehen. Daher setzt er sich auf einem Zug richtung Osten ab und versucht mit seiner Familie und einigen Mitstreitern ein unverstrahltes Stückchen Erde zu finden. Dort trifft er aber natürlich auf neue Probleme, die uns im Verlauf des Spiels begleiten und uns viele Entscheidungen abverlangen.

All das wird in großartig erzählten Sequenzen gezeigt. Im Verlauf des Spiels ist das ein viel eingesetztes Stilmittel, denn immer wieder lädt euch das Spiel zu verweilen ein. So könnt ihr Gespräche führen, Gitarrenklängen lauschen oder mit eurer Partnerin Kuscheln.

Mal Open World – Mal Linear

Große Teile von Metro Exodus sind Linear aufgebaut. Das ist nicht schlecht – denn hier werden gescriptete Actionfeuerwerke abgeliefert, die auf jeden Fall Unterhaltungswert mitbringen. Im bekannten Stil führt euch euer Weg hier durch dunkle, enge Rohre und verstrickt euch immer wieder in Kampfgefechte.

Das besondere an Metro Exodus ist, dass der Titel nun auch offene Welten besitzt. Richtig – davon gibt es mehrere, die uns weitläufige Maps geben auf denen wir einiges Untersuchen können. Angetrieben werden wir hier von der Suche nach neuer Ausrüstung, denn in jeder Ecke können neue Möglichkeiten lauern, über die wir unsere Ausrüstung erweitern können. Aber schon das einfach absammeln von Material hilft uns da wir damit dann nützliche Gegenstände bauen können oder unsere Waffen individualisieren können.

Crafting mit vielen Möglichkeiten

Das Craftsystem ist eindeutig etwas bei dem Entwickler 4A Games große Arbeit geleistet hat. Denn die Waffen in Metro Exodus müssen nicht nur regelmäßig gesäubert werden um Ladehemmungen vorzubeugen, genau so könnt ihr euch eure Lieblingswaffen Individualisieren. Einen Revolver einen langen Schaft und ein langes Abzugsrohr verpassen? Kein Problem! 4A Games lässt euch eure Waffen wirklich sehr dynamisch Individualisieren.

Entscheidungen die euch verfolgen

Obwohl ihr über das töten von allem und jedem grundsätzlich nützlich Gegenstände erlangen könnt, ist es dennoch keine gute Idee alles umzunieten. Das Problem – jeder Kill wirkt sich auf die Moral eurer Gruppe aus. Tötet ihr sogar wichtige NPC’s kann das noch drastischere folgen haben. Zwar gibt es keine einfach einzuordnenden „Gut“ und „Böse“ Entscheidungen, da 4A Games hier deutlich subtiler vorgeht, allerdings kann es passieren, dass Gruppenmitglieder mit eurer Entscheidung nicht zufrieden sind, euch am Ende sogar verlassen.

Das wiederum kann sich auf das Ende auswirken, dass ihr zum Schluss von Metro Exodus erlebt. Das erreicht ihr frühestens nach 20 Stunden. Lasst ihr euch in den offenen Arealen viel Zeit, kann die Spielzeit deutlich verlängert werden.

Gunplay und KI

Bei dem Herzstück von Metro Exodus – dem Gunplay – hat 4A Games großartiges geleistet. Obwohl die Waffenvielfallt durch das Crafting riesig ist, ist das haptische Feedback jeder Waffe großartig. Auch das Trefferverhalten wurde sehr gut gelöst und es macht einfach Spaß Feuergefechte mit den Gegnern auszufechten.

Zwar kann das verschmutzen von Waffen und die dadurch entstehenden Ladehämmungen teilweise störend empfunden werden, auf der anderen Seite macht es die Gefechte jedoch spannender.

Bei der KI gibt es nicht wirklich etwas zu meckern. Jedoch muss man darauf hinweisen, dass 4A Games bei leichten Schwierigkeitsgraden dafür gesorgt hat, dass die KI euch deutlich weniger entdeckt. Erst aber höheren Schwierigkeitsgraden habt ihr es mit einer offensiveren und aggresiveren KI zu tun.

Fazit:

4A Games hat mit Metro Exodus einen wirklich gelungenen Shooter abgeliefert. Er erfüllt sämtliche Belange die von AAA Shooter heute mitbringen sollte. Da es sich um einen Solo-Story-Shooter handelt haben wir es hier darüber hinaus mit einem Unikat zu tun. Schon lange kam kein solch hochqualitativer, reiner Solo-Shooter mehr auf den Markt.

Aber daraus ruht sich 4A Games nicht aus, sondern liefert ein wirklich rundes Gunplay mit ausufernden Crafting-Möglichkeiten und Open World Passagen, die uns zum Erkunden und Sammeln einladen.

Alles im allen haben wir es mit einem richtig guten Solo-Shooter zu tun, dem jeder ein Chance geben sollte.

Kaufempfehlung: Ja greift zu!