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Days Gone im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Zugegeben – wir sind ziemlich spät dran mit unserem Test zu Days Gone. Zu unserer Verteidigung müssen wir jedoch vorweg sagen, dass wir unser Exemplar erst einige Tage nach Launch erhalten haben. Ein Test benötigt eben auch ein wenig Spielzeit und so sind wir bei dem heutigen Mittwoch gelandet um genug Input für einen schriftlichen Test von Days Gone zu haben. Und wie finden wir es nun?

Der nächste Sony exklusive Kracher?
Days Gone bringt eigentlich alles mit, was man von einem PlayStation 4 exklusiven Spiel erwartet. Sofort springt einem die phänomenale Optik ins Auge die mitten in der offenen Welt für wunderschöne Weitsichten, Panoramen und co sorgt. Auch Höhlensysteme, kleinere Areale und co sehen durch die hochwertigen Lichteffekte auf der PlayStation 4 Pro wirklich super aus!
Auch spannend scheint die Geschichte, denn diese führt uns an zahlreiche Themen heran, wird von einem genialen Soundtrack untermalt und sorgt zunächst auch für Gänsehaut. Das Problem – irgendwie verliert Sony Bend den Faden – oder wir? Ist ja auch egal – letztlich spielt die Geschichte im Verlauf von Days Gone für uns zunehmend eine kleinere Rolle. Die offene Welt rückt mehr in den Fokus.

Open World – die echte Stärke
Denn die echte Stärke von Days Gone ist die offene Welt. Die scheint zwar auf den ersten Blick nicht ganz so viele Spots zu besitzen wie ein Assassins Creed, Horizon, Witcher und co. Wer sich jedoch an den Hotspots umschaut, der kann dort zahlreiche zusätzliche Aufgaben, Geheimnisse, Erweiterungen und vieles mehr finden.
Bereisen tun wir die offene Welt mit einem Motorrad. Das ist mehr oder weniger ein Prägendes Element im Spiel, denn es setzt ein wenig Survival-Feeling ins Spiel. Ihr müsst das Motorrad Hegen und Pflegen, rechtzeitig den Tank füllen und glaubt uns – das ist enorm wichtig. Wer mitten im Wald keinen Spritt mehr hat, auf Freaker oder Grizzlys trifft, der hat ein großes Problem! Es gilt also immer dafür zu sorgen Mobil zu bleiben um brenzligen Situationen entfliehen zu können.

Freaker (Zombies?) sind beeindruckend
Das Zombie-Genre ist ja ziemlich ausgelutscht. Gut – nun haben wir es laut den Entwicklern in Days Gone mit Freakern zu tun, die ein paar andere Eigenheiten besitzen. Unterm Strich geht das alles aber in eine Richtung.
Dennoch kann man Sony Bend gratulieren, dass man es schafft sich ein wenig vom Zombie-Einheitsbrei loszulösen. Das macht ein System möglich, dass bis zu 500 Freaker auf dem Bildschirm als Schwarm darstellen kann und so ziemlich die größe Herausforderung mitbringt, auf der man im Spiel treffen kann. Wer sich mit den Schwärmen anlegen möchte, der sollte gut vorbereitet sein.
Aber auch schon kleinree Freaker Kamps können eine unheimlich dynamik entwickeln, weshalb Beobachtung, Stealth Elemente und co gut eingesetzt werden sollten, wenn ihr nicht zu oft den Game Over Bildschirm sehen wollt.

Spielfortschritt
Aber abseits der offenen Welt gibt es noch mehr Elemene die uns motivieren. So hat man ein Crafting-System geschaffen, mit dem wir Waffen erweitern können, Cocktails brauen können und vieles mehr. Wir können unterwegs Booster finden die uns in einen von drei Kategorien dauerhaft einem besseren Wert verschafft. Auch steigen wir in Stufen auf und dürften Fähigkeiten erweitern. Das ist alles nicht besonderes – sorgt aber irgendwie für stetigen Spielfluss.
Spannender sind da schon die einzelnen Regionen auf der Map. Nur wer ein gefährliches Freaker Camp auslöscht kann die Schnellreise nutzen. Nur wer sich in einer Siedlung durch Hilfen der Bewohner einen bessere Ruf verschafft, kann besondere Moding Möglichkeiten freischalten. Die Welt fordert uns immer wieder auf mit der Welt und ihren Bewohnern zu interagieren und uns in eine Rolle einzufinden.

Die Schwächen
Und so gut sich alles auch anhören mag – Days Gone ist für einen PlayStation 4 exklusiv Titel schon fast enttäuschend. Das Problem sind vor allem technische unzulänglichkeiten. Immer wieder gibt es Pop Ups, KI Aussetzer oder noch viel Schlimmer Abstürze, schwindende „Interaktionmöglichkeiten“ bei der wir NPC’s nicht wie angesehen ansprechen können. Die Liste lässt sich weit fortführen.

Sony Bend hat das bereits eingesehen und schon umfangreiche Patches veröffentlicht die mehrere GB’s mitbringen und die Situation auch verbessern. Aber ganz erlich – bei einem exklusiven Spiel sollte man eigentlich erwarten können, dass das Spiel möglichst Fehlerfrei auf den Markt kommt. Auch wenn dadurch das Spiel ein paar Wochen verschoben werden muss.

Fazit: Unterm Strich haben wir es bei Days Gone mit einem sehr guten Spiel zu tun. Allerdings gibt es zahlreiche Punkte bei denen man sich ärgert. Dennoch würden wir jederzeit wieder zum Spiel greifen, weshalb auch ihr euch Days Gone nicht entgehen lassen solltet.
Kaufempfehlung: Ja greift zu.