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Death Stranding im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Hideo Kojima ist wieder da! Mit Death Stranding meldet er sich zurück – nun allerdings eigenständiger. Neue Technik, mehr Möglichkeiten lassen Death Stranding bislang zum aufwendigsten Kojima Titel mutieren. Doch kann der Titel den großen Erwartungen entsprechen oder ist es am Ende doch nur ein Videospiel von der Stange? Wir konnten Death Stranding zum Launch spielen und sind nun soweit, dass wir einen Test verfassen können.

Die Welt der toten bricht in die Lebende
Death Stranding spielt in der Rahmenhandlung einer Apokalyptischen Welt. In einer anfänglich nicht näher beleuchteten Katastrophe wird uns erklärt, dass die Welt der Toten irgendwie in die Welt der Lebenden eingebrochen ist. Mit diesem Bruch veränderten sich auch viele physikalische Dinge und Materie hatte ganz neue Eigenschaften. Als Beispiel sei der Regen erwähnt, der Dinge die er berührt umgehend deutlich Altern lässt.

Allgemein gibt sich das Spiel sehr mystisch und spricht über zahlreiche kuriose Phänomene, die man als einsteigender Spieler erst einmal verstehen muss. Blöd nur – Spielbewegend ist das kaum – denn so geheimnisvoll die Geschichte sich auch gibt, so einfach scheint das Spielprinzip.

Paketbote auch Online
Hat man die ultra langen Sequenzen angeschaut startet irgendwann das eigentlich Gameplay. Hat man Hideo Kojima’s Metal Gear Solid gespielt, fühlt man sich gleich heimisch. Wie schon in Metal Gear seid ihr auf ziemlich weitläufigen Arealen unterwegs und müsst schauen, dass ihr irgendwelche Schleichpfade entdeckt, die euch vor den Vielfälltigen Gefahren bewahren. Neben zahlreichen menschlichen Gegnern, warten da auch die gefahren des Todes – die für uns als Spieler nicht auf den ersten Blick sichtbar sind und genauere Aufmerksamkeit benötigen.

Eure hauptsächliche Aufgabe ist es als Paketbote Waren von A nach B zu bringen. Das spannende dabei sind eure Möglichkeiten. Ihr könnt offensiv vorgehen und mit Waffen um euch schießen. Ihr könnt aber auch einfach schleichen, Tricks und Hilfsmittel nutzen. Spannend wird das Spiel dank der Online-Komponennte. Die sorgt dafür das wir Hilfsmittel anderer Spieler nutzen können, sobald wir ein Gebiet mit der Internetcommunity verbunden haben. Dass wir das ganze erst verbinden müssen soll einfach vorbeugen, dass Death Stranding mit der Zeit nicht zu einfach wird.

Ein Zirkus voller Möglichkeiten
Das Spannende ist, dass ihr dutzende Möglichkeiten habt um eine Aufgabe abzuschließen. Vor allem dann, wenn ihr auch auf Hilfsmittel wie Leitern und co zurückgreift. Dieses Bauen von Hilfsmitteln wie Leitern und Brücken ist ohnehin etwas sehr Motivierendes. Nach und nach können wir die Wildnis für uns erobern, die Areale dank Motorad schneller abarbeiten, Geheimnisse suchen und uns immer wieder auf die Suche nach neuen Aufgaben machen.

Spannend ist auch die ständig wechselnde Atmosphäre. Dadurch, dass man ständig dem Unsichtbaren Tod ausgeliefert ist, achtet man umso mehr auf jeden Schritt den man macht. Dass die Atmosphäre sich so dicht aufbaut schafft Kojima ein weiteres Mal in sehr emotionalen Zwischensequenzen, mit denen Kojima auf Hollywood Prominenz setzt.

Technisch eine Wucht
Aber auch dass Hideo Kojima auf Technik der Kollegen von Guerrilla Games zurückgreifen darf, trägt viel zur Atmosphäre von Death Stranding bei. Death Stranding ist optisch wirklich eine Wucht. Nicht nur dass die Zwischensequenzen unheimlich Detailliert sind und wundervolle Panoramen und Special-Effects abbilden, sind auch die weitläufigen Areale die wir Frei erkunden können optisch immer wieder eine Wucht!

Kommen wir dann mal in Todeszonen und zünden die zahlreichen Partikeleffekte, sieht Death Stranding noch fantastischer aus. Death Stranding ist ohne wenn und aber eines der schönsten PlayStation 4 Spiele, dass bislang veröffentlicht wurde!

Geheimnissvoll bis zum Schluss
Die Story von Death Stranding bleibt Geheimnisvoll bis zum Schluss. Natürlich wolllen und dürfen wir nicht Spoilern, weshalb ihr die vielen Details wohl selbst erleben müsst. Jedenfalls solltet ihr offen für ziemlich verrückte Story-Lines sein, denn Death Stranding macht es den Einsteiger nicht leicht. Wohl bewusst. Man spricht von Dooms und anderen Dingen, die man nicht auf Anhieb versteht.

Lässt man sich jedoch auf die Story ein und hinterfragt nicht jede Kleinigkeit direkt, kann man sich durchaus in diese Welt verlieren, die Hideo Kojima hier in harter Arbeit mit einem großen Team erschaffen hat.

Fazit
Death Stranding ist ein weiterer Meilenstein für die PlayStation 4 und führt mal wieder zu Tage, was talentierte Game Designer, mit einem motivierten Team und etwas Freiheit, zustande bringen können. Death Stranding ist alles andere als ein Spiel von der Stange und bringt viele eigenwillige Elemente mit. Ob man alle mag oder nicht, ist wohl eine andere Frage. Man kann Sony jedenfalls nicht vorwerfen, dass man nicht auch „Andersartigkeit“ fördert. Und hier hat Hideo Kojima großes geleistet – auch wenn die Gameplay-Passagen eine gewisse Handschrift tragen und an Metal Gear erinnern.

Viele werden Death Stranding aber vermutlich schon allein aufgrund der gigantischen Optik bewundern. Death Stranding sieht wirklich fantastisch aus und das sowohl in den Zwischensequenzen, als auch im Spiel.

Kaufempfehlung: Ja – PlayStation Besitzer sollten zugreifen!