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Dreams im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Sony und Media Molecule haben vor kurzem die Vollversion des aktuellsten Projekt’s „Dreams“ veröffentlicht. Lange hat uns die Entwicklung dieses Nischenproduktes begleitet und tatsächlich können interessierte Spieler sich nun den Kreativen Baukasten kaufen. Doch Dreams ist noch viel mehr als ein Baukastne der sich an Künstler richtet. Mit der vollen Fassung können Spieler nicht nur bereits in zahlreiche Kreationen anderer Spieler eintauchen. Auch kann man in einem Story-Modus von Media Molecule einsteigen und so eine wunderbare Idee der Möglichkeiten erhalten, die Dreams seinen kreativen liefert.

Kreativität ausleben

Zunächst – Dreams ist kein Spiel wie jedes andere. Der eigentliche Kern von Dreams besteht darin einen große Editor zu liefern, mit dem es Besitzern von Dreams ermöglicht werden soll eigene Videospiel-Projekte umzusetzen. Das besondere – das alles funktioniert komplett am Controller – ganz ohne Programmiersprachenkenntnisse. Und das macht das ganze auch für Leute interessant, die einfach mal rumprobieren möchten. Einfache Projekte lassen sich nämlich realtiv fix erstellen und geben eine Idee davon, was mit Dreams aalles möglich ist.

Auf der anderen Seite ist die Freiheit die Dreams uns liefern möchte die größte Hürde am Spiel. Im gegenzug zu Media Molecules vor Projekt „LittleBigPlanet“ das ebenfalls mit einem ziemlich freien Editor glänzte, ist die 3D Umgebung von Dreams sehr Fehleranfällig. Und so findet der Spieler dutzende unfertige Projekte oder kleine Testprojekte. Umfangreiche Projekte zu finden, die dem eigenen Spielinteresse vertreten, kann mitunter eine lange Suche nach sich ziehen.

Gleich in den Story Modus einsteigen

Immerhin – mit der Veröffentlichung der finalen Fassung von Dreams – hat Media Molecule nun von Haus aus einen Story Modus beigefügt, der sich oft wie ein Point & Click Adventure spielt und große Möglichkeiten für kreative aufzeigt – denn man selbst kann ähnliches nachbauen! Oft sind wir aber auch in Jump&Run Passagne unterwegs, die sich allerdings etwas schwerfälliger steuern und vor allem aufgrund der ungenauen Kamera nichtt ganz mit aufwendigen Produktionen mithalten können.

Der größte Mangel ist jedoch der Umfang dieses Story Modus. Fixe Spieler sind hier schon nach 3 Stunden fertig und werden dann in die große Weite Welt von Dreams entlassen, wo es dann doch wieder darum geht selbst hand anzulegen oder doch lieber sich durch die dutzenden erstellten Projekte zu schauen.

Remixen, Moneatisierung, fehlende Funktionen, etc

Dreams ist auch mit dem finalen Release noch in einem sehr frühen Stadium bei dem noch vieles verbessert gehört. Selbst Major-Funktionen sind noch nicht komplett fertig gestellt. So wurde zuletzt beispielweise die VR Ansicht bis auf weiteres verschoben. Dieser soll nachgeliefert werden – bietet Spielern jedoch dann die Möglichkeit Dreams auch im VR zu erleben und VR Projekte zu bauen.

Allgemein nutzen viele Spiele Dreams als kreativen Baukasten, weniger als Spiel-Entwicklungstool. So finden Spieler zahlreiche Videoprojekte, Kunstprojekte die man einfach anschauen soll oder gar ganze Musikstücke die über Dreams Plattformen erstellt wurden und dort geteilt werden.

Da es sich um eine offene Community handelt können quasi alle Projekte auch in den Editor gezogen, geremixt oder auf andere Art und Weise selbst manipuliert werden. Dabei entstehen zahlreiche weitere Versionen zu beliebten Projekten. Das Problem dabei ist jedoch, dass Media Molecule eigentlich geplant haben soll (Gerücht!), dass früher oder später Moneatisierung von eigenen Projekten möglich wird. Dieses aktuelle schwierige Thema um Lizenzen und co dürfte es später schwierig machen, eigene Projekte einfach so zu lizensieren. Wahrscheinlich muss Media Molecule dann einen Neuanfang bei der Projekt Erstellung einleiten, bei dem bestimmte Projekte in einer extra geschützten Umgebung entstehen? Man darf gespannt sein.

Überforderung am laufenden Band – wird der Massenmarkt erreicht?

Ohnehin dürfte noch fraglich sein ob es Media Molecule erneut gelingt den Massenmarkt mit Dreams zu erreichen, wie es einst mit LittleBigPlanet gelungen ist. Noch fehlt eine klare Struktur die viele Spieler ansprechen könnte. Möglicherweise hält die im Verlauf der nächsten Jahre Einzug, wenn Spieler den Baukasten voll beherrschen und zunehmend mehr gelungene Projekte mit dem Editor entstehen, die einen echten Mehrwert euch für Leute bieten, die mit Dreams einfach nur Spielen möchten und den kreativen Teil komplett ausschließen möchten.

Das ist zwar auch jetzt schon möglich, aber aufgrund der vielen Projekte die in ganz unterschiedlichen Qualitäten daher kommen ist eine Übersicht momentan noch schwierig. Klar – Media Molecule liefert uns eine fein sotierbare Suche mit der wir tatsächlich schon viel finden können – aber das Suchen ist mitunter Zeitaufwendig, da Projekte eben unterschiedliche Qualitäten mitbringen.

Optischer Leckerbissen

Aber möglicherweise darf man auch nicht mit den Ansprüchen an die Projekte herantreten, die man an den üblichen Videospielmarkt setzt. Denn geht man rein vom künstlerischen Aspekt aus gibt es immer wieder so „Wow-Momente“ bei denen den Spielern es gelingt, die Engine von Dreams voll auszunutzen. Vor allem auf der PlayStation 4 Pro werden dann wunderbare Bilder gezaubert.

Ohnehin dürfte es noch spannend werden wenn Media Molecule eine VR Sicht fertig gestellt hat und die zahlreichen kreativen Prozesse nochmal in ganz anderer Perspektive erlebt werden können.

Fazit:

Dreamst ist ein sehr besonderes Projekt das noch ganz im Anfang seiner Reise steht. Wohin diese gehen wird? Das ist noch nicht festgeschrieben, denn neben zahlreiche kreativen muss Dreams auch Konsumenten erreichen, die am Ende mit Dreams Spaß haben möchten. Und ob bei solch einem nischen Produkt am Ende genügend Spieler erreicht werden, dass der kreative Editor langfristig unterstützt werden kann? Das ist noch fraglich!

Auf der anderen Seite bietet sich hier eine riesige Chance für etwas einmaliges, denn Dreams läuft bereits außergewönlich gut. Media Molecule hat so viel Liebe ins Detail gesteckt und die zahlreichen kreativen haben bereits besondere Projekte geschaffen, so dass Dreams schon jetzt einen Mehrwert liefern kann, wenn man sich mit dem Projekt genauer auseinandersetzt.

Wir wollen jedenfalls eine Empfehlung zu Dreams aussprechen und euch dieses kreative Werk von Media Molecule ans Herz legen. Völlig egal ob ihr demnächst Wochenlang den Pinsel schwingt und eigene Projekte baut oder ganz einfach euch durch die zahlreiche Fremdprojekte schlagt und zahlreiche Fremdgestaltete Projekte erlebt. Und wer weis – villeicht zahlreiche sich der kreative Part ja irgendwann für euch aus, wenn Media Molecule tatsächlich eine Moneatisierung einführt und ihr mit Dreams-Projekten sogar ein wenig Geld verdienen könnt!

Kaufempfehlung: Ja – gebt Dreams eine Chance!