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The Last of Us Part 2: Ein Meisterwerk zum Abschluss der PlayStation 4!

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Die Mannen von Naughty Dog scheinen eine harte Zeit hinter sich gebracht zu haben. Von Crunch Times hat man gehört und von Kündigungen. Leaks und andere böse Dinge kamen dazu. Doch Naughty Dog ist ein weiteres Mal gelungen, was kaum jemand einem anderen Studio als Naughty Dog zutraut. Man hat ein weiteres Mal die Messlatte für Story Spiele nach oben gesetzt und mit The Last of Us Part 2 ein grandenloses Story-Meisterwerk, mit neuen üblen Twists, auf den Markt gebracht. Hier unser Spoilerfreier Test zum Spiel mit klarer Kaufempfehlung!

Die Geschichte und Ellie und Joel geht weiter
Mit The Last of Us Part 2 führt Naughty Dog die Geschichte um Ellie und Joel in einer Welt voller „Zombies“ weiter. Nunja – eigentlich nicht ganz korrekt – denn auch wenn die Wesen an Zombies erinnern, wollte Naughty Dog im ersten Teil nicht gern über Zombies sprechen, sondern sprach von Infizierten. Infiziert durch einen Pils der das Gehirn der Wirte befällt und diese zu agressiven, reaktionären Wesen umformt, die zusätzlich noch schwierig zu töten sind.

In Teil eins der Saga war Ellie Jung, traf auf Joel und beide mussten durch Emotionale Höchst- und Tiefpunkte. Klar – das schweist zusammen. Bringt aber auch viel Konfliktpotential mit sich. Die Ausgangslage für einen zweiten Teil – der allerdings später deutlich Facettenreicher wird. Weshalb – das müsst ihr jedoch selbst herausfinden und wir sparen uns weitere Details.

Aufwendig Inszeniert
Wie schon in Part 1 nimmt sich Naughty Dog alle Zeit der Welt um seine Charakter in langen Sequenzen cineastisch auszuformen. Immer wieder bekommen wir also lange Sequenzen vorgespielt, in denen wir einfach zuschauen, dialogen folgen, actionreiche Szenen erleben oder bittere Brutalität erfahren. Denn letzteres nimmt in The Last of Us Part 2 wirklich schlimmer Außmase an. Es tut teilweise weh, wie Naughty Dog mit seinen Charakteren umgeht und wie schroff und ernst Naughty Dog Verletzungen, seelische Pein und vieles anderes serviert.

Allerdings nutzt Naughty Dog diese Brutalität nicht um das Spiel für eine gewisse Zielgruppe interessant zu machen, die auf Gore, Blood, etc steht. Die realistische Darstellung ist eigentlich Ausgangslage der Geschichte die sich Naughty Dog ausgedacht hat – und das funktioniert. Denn bei einem – aus Spoilergründen nicht näher beschrieben Twist – tut grade diese Zutat ihren Rest und hinterlässt in der Magengrube ein riesen Loch. Jedoch sollte auch klar gesagt sein, dass Naughty Dog euch viel zumutet – sanfte Gemüter dürften an dem was zu sehen ist lange zu knabbern haben. Ein mutiger Entschluss von Naughty Dog und Sony.

Spielerisch weiterentwickelt
Aber auch spielerisch wurde The Last of Us Part 2 deutlich weiterentwickelt. Es fängt bei den neuen Leveldesign an. Viele Areale sind nun deutlich weitläufiger – wohl gut mit God of War zu vergleichen – und bieten euch neben den üblichen Schlauchgameplay auch mal ein wenig Erkundung an. Es liegt an euch, ob ihr euch die Zeit nehmt die Umgebung nach Items, extra Aufgaben oder Ressourcen abzusuchen. Letzteres (Ressourcen) wird grade bei höheren Schwierigkeitsgraden wichtig, denn dann sind diese so stark limitiert, dass auch ein wenig Survival Feeling in The Last of Us Part 2 einzieht.

Doch es kommen auch weitere Fraktionen dazu – jede hat ihre eigenen herangehensweisen. Und so müsst ihr euch taktisch immer wieder umstellen um gegen die zahlreichen Gefahren zu bestehen.

Wir haben uns zum Ziel genommen vor allem die Story zu erleben und sind entsprechend „schnell“ durch das Spiel gerannt. Insgesamt wurden wir dabei rund 15 Stunden unterhalten – ein guter Wert für ein solch aufwendig inszeniertes Spiel. The Last of Us Part 2 weiss euch dabei jedoch deutlich länger zu unterhalten, denn ihr könnt euren Charakter in ein New Game+ mitnehmen und so weiter an dem Charakter arbeiten.

Denn auch das Crafting, die Skill Tress und vieles weitere wurden deutlich ausgebaut und geben euch die Möglichkeit euch Stück für Stück zu entwickeln und neue Möglichkeiten zu erarbeiten. Im Laufe der Story schlüpft ihr in die haut unterschiedlicher Charaktere, die jeweils andere Fähigkeiten besitzen und so auch immer eine etwas andere herangehensweise benötigen.

Als wäre es ein Co-op Spiel
Dabei beeindruckt vor allem die Tatsache, dass sich The last of Us Part 2 noch mehr wie ein Co-op-Spiel anfühlt. Wie schon in part 1 werdet ihr über einen erheblichen Teil der Spielabschnitte von CPU gesteuerten Charakteren begleitet, die euch auch im Kampf behilflich sind. Naughty Dog hat wirklich vorbildlich an der KI geschraubt und geschafft, dass sich die Begleiter nun realistisch zeigen. Si gehen in Deckung, greifen selbständig logische Gegner an und unterstützen euch nach bestem Maßgaben. Klar – wie immer hat auch diese KI einzelner Aussetzer, die konnte Naughty Dog aber glücklicherweise auf Einzelfälle reduzieren.

Eine Multiplayer-Variante bietet Naughty Dog in The Last of Us Part 2 jedoch nicht.

Optisches Highlight der PS4 Ära
Neben einem genialen Story Spiel erhalten Käufer von The last of Us Part 2 aber noch etwas besonderes, dass den Nachfolger zu einer besonderen Perle der PlayStation 4 Ära macht. Naughty Dog hat all seine Erfahrung genutzt um wirklich alles aus der PlayStation 4 und PlayStation 4 Pro an Leistung zu Kitzeln. Ich denke es ist nicht übertrieben, wenn man behauptet dass bislang kein Spiel auf der PlayStation 4 derart gut aussah und so viele liebevolle Details bot. Seien es die zahlreichen NPC’s die mit besonderen Details daherkommen, die Landschaft die so glaubhaft und dicht gestaltet wurde oder die grandiosen Weitsichten die künstlerisch einfach umwerfend sind.

Mit The Last of Us part 2 liefert Naughty Dog einen würdigen Abschluss für die PlayStation 4 Ära und lässt die Freude für die Bevorstehende PlayStation 5 Ära nochmals deutlich wachsen. Was das Studio wohl dort aus der Hardware kitzeln wird?

Fazit:
The last of Us Part 2 bietet einen grandiose Abschluss der PlayStation 4 Generation. Man muss fast sagen – ihr müsst dieses Spiel spielen! Auf der anderen Seite ist da aber die äußerst brutale und realistisch Darstellung, die dann doch den ein oder anderen berühren könnte. Jedoch sinnig und nach Augenmaß – klug – eingesetzt. Wenn ihr damit zurechtkommt warten auf euch 15 bis 20 Stunden intensivste Spielzeit, die euch lange verfolgen werden. Ein Meisterwerk!

Kaufempfehlung: Ganz klar ja! Greift zu!

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